Edita Gruberovas grosse Rückkehr

35 Jahre lang war Edita Gruberova eng mit dem Zürcher Opernhaus verbunden. Nach einem Streit mit dem ehemaligen Opernhaus Direktor Alexander Pereira zog sie sich aber völlig zurück von der Zürcher Bühne. Nun bringt der neue Intendant Andreas Homoki die Primadonna wieder nach Zürich.

Szenenbild aus «La Straniera» im Opernhaus Zürich

Bildlegende: Franco Vasallo als Graf Waldeburgo und Edita Gruberova als Alaide in Vincenzo Bellins «La Straniera». ZVG Opernhaus Zürich

Von Vincenzo Bellini kennt man «Norma» oder «La Sonnambula». Aber «La Straniera»? Zu kompliziert und zu verwirrend ist die Handlung und Edita Gruberova selber sagte, sie sei beim ersten Anhören eingeschlafen. Der Regisseur Christof Loy liess aber nicht locker. Für ihn ist die «Straniera» aufregend wie ein Film von Alfred Hitchock. Und vor allem war für Christof Loy immer klar, dass Edita Gruberova seine «Straniera» sein wird.

Szenisches Rollendebut

Edita Gruberova, die Königin des Belcanto, hat die Straniera bis jetzt nur im Konzertsaal gesungen. Zum Beispiel in Wien. Dort sorgte sie für einen fast 20 minütigen begeisterten Applaus. In Zürich gibt sie ihr szenisches Rollendebüt und ganz so gelungen schien dies bei der Premiere nicht.

Immer wieder war die Intonation getrübt, die Koloraturen waren nicht so perfekt, wie man es von ihr gewohnt ist und die Spitzentöne oft scharf und schneidend. Und etwas zu Unrecht standen alle andern Sängerinnen und Sänger etwas im Schatten der Primadonna. Etwa Veronica Simeoni als Isoletta oder Franco Vassallo, die beide ein sehr überzeugendes Rollendebüt gaben.

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