EHC Kloten: Aus weniger Mitteln mehr herausholen

Der Name ist wieder der alte, ansonsten ist beim EHC Kloten so gut wie alles neu. Neuer Besitzer, neuer Trainer und ein kleineres Budget. Sportlich muss der Verein in der neuen Saison um die Playoff-Teilnahme kämpfen.

Fans im Eishockeystadion hinter einem Transparent mit der Aufschrift "Chloote".

Bildlegende: Alter Name, alte Stärke? Die Anhänger des EHC Kloten hoffen auf eine erfolgreiche Saison. Keystone

Zurück zu den Wurzeln, zurück zum Erfolg der 90er-Jahre, als der EHC Kloten viermal in Folge Schweizer Meister wurde. Dieses Signal will der Verein mit dem Wechsel zum neuen alten Namen an die Anhänger senden.

Starke Unterstützung der Fans braucht der Club diese Saison. Das Budget wurde nach dem Abgang der kanadischen Investoren massiv gekürzt. Unter dem neuen Präsidenten Hans-Ulrich Lehmann hat die wirtschaftliche Sanierung oberste Priorität.

Bislang wirkte sich dieser Sparkurs aber kaum auf die Qualität des Kaders aus. Die wichtigen Spieler sind geblieben: Martin Gerber steht auch mit 42 Jahren noch im Tor und Captain Denis Hollenstein führt das Team nach wie vor an. Auch die Jungen Vincent Praplan oder Lukas Frick sind geblieben.

Der Trainer passt

Neu ist dafür der Trainer. Sean Simpson wurde an der Bande ersetzt durch den Finnen Pekka Tirkkonen. Der 47-Jährige wurde in der Saison 2013/14 in Finnland zum Trainer des Jahres gewählt. Beim Verein SaiPa Lappeenranta stellte er unter Beweis, dass er mit gut mit jungen Spielern arbeiten kann.

Diese Fähigkeit ist wichtig in der neuen Ausrichtung des EHC Kloten. Die Juniorenarbeit, in den letzten Jahren etwas vernachlässigt, muss dringen wieder verbessert werden. Und auch sonst passt Pekka Tirkonen zum neuen EHC Kloten.

Alles in allem werden die Klotener auch in dieser Saison um den Einzug in die Playoffs kämpfen müssen. Wenn die Schlüsselspieler gesund bleiben und sich das Team findet, kann es für einen Platz im hinteren Mittelfeld reichen.

(sted; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)