Eier in der Unterwäsche: Vogelhändler beim Schmuggeln erwischt

Dem Zollfahndern fiel er durch seine «komische Gangart» auf. Der Grund dafür: Eier in der Unterwäsche. Dass es sich dabei um die Eier von seltenen Papageienarten handelt, fanden die Zöllner erst später heraus.

Zwei Hyazintharas in Gefangenschaft: Sie haben leuchtend blaues Gefieder und gelbe Ränder am Schnabel und um die Augen.

Bildlegende: Hyazintharas gehören zu den bedrohten Vogelarten. Die prächtigen Vögel sind streng geschützt. zvg

Der Vogelhändler wollte von Brasilien kommend in die Schweiz einreisen. Die Zöllner staunten nicht schlecht, als sie in seiner Unterwäsche 25 Eier fanden. Es seinen Taubeneier, gab der Ertappte den Zöllnern an. Taubeneier aus Brasilien dürfen nicht in die Schweiz eingeführt werden, weil sie Krankheitserreger tragen können. Deshalb wurden die 25 Eier in Absprache mit dem Grenztierarzt zerstört.

Eiertätsch aus Eiern bedrohter Arten

Wie wertvoll die zerstörten Eier waren, fanden die Ermittler erst später heraus. Es zeigte sich, dass der Schmuggler ein Vogelhändler war, der im Laufe der Zeit rund 150 Eier von geschützten Papageienarten und Fasanen in alle Welt geschmuggelt hatte. Auch die zerstörten Eier stammten von einer Papageienart, die vom Aussterben bedroht ist. Der Wert der 150 geschmuggelten Eier beziffert die Eidgenössische Zollverwaltung mit 65'000 Franken.

Es kann teuer werden

Der Vogelhändler lebt in der Ostschweiz. Bei ihm fanden die Fahnder mehrere hundert Vögel, «darunter auch äusserst seltene und vom Aussterben bedrohte Arten», heisst es in der Mitteilung der Zollverwaltung. Bei einem Mittäter seien zudem sieben seltene Papageien mit einem geschätzten Handelswert von 80'000 Franken entdeckt worden. Beide müssen wegen Widerhandlungen gegen Zoll- und Artenschutzbestimmungen mit hohen Bussen rechnen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.