Eigentalstrasse: Der Kompromiss steht

Lange lagen sich Naturschützer und Autofahrer in den Haaren wegen der Zukunft der Eigentalstrasse im Zürcher Unterland. Nun ist eine Lösung gefunden: Die Strasse wird saniert. Nach zehn Jahren gehört sie dann aber nur noch Velofahrern und Amphibien.

Das Wortspiel drängt sich auf: Im Fall der Eigentalstrasse mussten alle Interessengruppen Kröten schlucken, damit der nun gefundene Kompromiss zustande kommen konnte. An einem Runden Tisch, an dem die betroffenen Gemeinden, kantonale Stellen und Umweltgruppierungen teilnahmen, wurde in den vergangenen Wochen gefeilscht um die richtige Lösung.

Diese sieht nun folgendermassen aus: In einer ersten Phase soll die knapp sechs Kilometer lange Eigentalstrasse mit einfachsten Mitteln saniert und für die Dauer von zehn Jahren für den Autoverkehr geöffnet werden. Um den Interessen des Naturschutzes in diesem Moorgebiet von nationaler Bedeutung Rechnung zu tragen, wird die Strasse etwa im Juni und im Juli komplett gesperrt. Während der Frühlings- und Herbstwanderung der Frösche ist die Strasse teilweise gesperrt.

Land geht an Birdlife Zürich

Nach Ablauf der Frist von zehn Jahren wird die Eigentalstrasse geschlossen, und die Gemeinden übergeben ihre Teilstücke des Strassenlands dem Kanton zur Realisierung eines Radwegs. Land, das nicht mehr benötigt wird, wird an die Organisation Birdlife Zürich abgegeben, soweit das Gebiet bereits an das Grundeigentum von Birdlife anstösst. Veloverkehr und Zubringerdienst sind weiterhin gestattet.

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