Ein drehbarer Pharaonenkopf und riesige Säulen am Pfäffikersee

Zwei Wochen vor der Grossinszenierung von Aida am Pfäffikersee laufen die Aufbauarbeiten auf Hochtouren. Rund 200 Solistinnen, Sänger und Musikerinnen üben auf und neben der Bühne am Seebecken.

Die Zahlen sprechen für sich: 14 Solisten, 80 Musiker, 78 Chorsängerinnen und Sänger, sieben Balletttänzer und 40 Statistinnen. Das Aufgebot für die Aida-Inszenierung beim Seequai von Pfäffikon (ZH) ist enorm.

Aber nicht nur personell wird dick aufgetragen, auch das Bühnenbild wird gigantisch. Auf der Hauptbühne wird ein drehbarer Pharaonenkopf von acht Metern Höhe installiert und sechs riesige Säulen.

Der Pharaonenkopf ist das Herzstück der Bühne - das aufwändige Bühnenbild haben die Veranstalter bei einem Spezialisten in Italien herstellen lassen.

Die Aufführung orientiert sich stark am italienischen Original: Ziel war, der traditionellen Operninszenierung Italiens nahe zu kommen. Das heisst auch, dass das Orchester live und ohne Verstärker oder Mikrofone spielt. Gerade deswegen darf es auch auf keinen Fall regnen, denn das Orchester spielt unter freiem Himmel. Falls es doch regnen sollte, wird die Aufführung verschoben.

Erste Freiluft-Oper-Inszenierung der Schweiz

Es ist zum ersten Mal, dass man eine klassische Oper auf einer Open-Air-Tribüne in der Schweiz geniessen kann. Bisher kannte man solche Formate nur aus dem benachbarten Ausland.

Die Veranstalter erwarten deshalb ein grosses Publikumsinteresse. Pro Inszenierung gibt es jeweils Platz für 3'500 Besucherinnen und Besucher. Zudem stehen vier Shuttlebusse während des Festivals La Perla zur Verfügung. Der Wanderweg, der zwischen Bühne und Sitzplätzen hindurchführt, ist während der Veranstaltung offen. Wer also ein Ohr voll nehem will, kann dort hindurchspazieren.

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