Ein jugoslawischer Hodler ohne Holzfäller

Das Schaffhauser Museum zu Allerheiligen widmet dem Maler Velimir Ilišević eine grosse Einzelausstellung. Ilišević ist kurz vor dem Krieg aus dem damaligen Jugoslawien in die Schweiz gekommen. Heute lebt er in Stein am Rhein. Höhepunkt der Austellung ist die Gemäldeserie «Hodlers Spiel».

Die Ausstellung unter dem Titel «Velimir Ilišević – Zwischen Halt und Neubeginn» gibt einen umfassenden Überblick über das Schaffen des im ehemaligen Jugoslawien aufgewachsenen 51-Jährigen.

Die Werke sind in den letzten 25 Jahren entstanden und spannen den Bogen von seinen ersten Arbeiten bis zu den jüngsten Schöpfungen. Seit fast 30 Jahren lebt Velimir Ilišević in der Schweiz. Kurz vor Kriegsausbruch verliess er 1989 seine frühere Heimat, das damalige Jugoslawien.

Ilišević zeichnet Hodler weiter

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der zwischen 2013 und 2015 entstandene Gemäldezyklus «Hodlers Spiel», der vom berühmtem Bild «Der Holzfäller» ausgeht. Ilišević verarbeitet in der Serie seine eigene Familiengeschichte.

Immer wieder finden sich auch Motive, in denen er sich mit dem jugoslawischen Bürgerkrieg auseinandersetzt. Wie stets liege auch hier das Anliegen des Künstlers offen: vom Besonderen zum Allgemeinen, von persönlichen zu den allgemeinen menschlichen Verhältnissen zu gelangen, heisst es im Text zur Ausstellung.

Gezeigt werden ausserdem Zeichnungen, die den Entstehungsprozess der Bilder verdeutlichen, sowie das Frühwerk des Künstlers. Etliche der Arbeiten sind zum ersten Mal zu sehen.

(sted; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)

Wann und wo?

Die Ausstellung ist vom 24. September 2016 bis 12. Februar 2017 im Museum zu Allerheiligen zu sehen.