Ein neuer Lebensraum für gefährdete Tierarten

Die Naturschutzverantwortlichen von Stadt und Kanton Schaffhausen ziehen eine positive Bilanz über die bisherigen Renaturierungsmassnahmen beim grossen Kieswerk Solenberg. Zahlreiche stark gefährdete Tierarten finden in diesem Abbaugebiet optimale Lebensbedingungen.

Herbert Billing, Chef des Naturschutzamtes, zeigt den Schlammweiher beim Solenberg.

Bildlegende: Karg, aber wertvoll: Herbert Billing, Chef des Naturschutzamtes, zeigt den Schlammweiher beim Solenberg. SRF

Die Schaffhauser Kiesgrube Solenberg ist ein Beispiel dafür, wie sich solche Abbaugebiete in einen wertvollen Lebensraum für stark gefährdete Tierarten verwandeln können: Seit über 50 Jahren wird hier Kies abgebaut. Mittlerweile gilt das Areal aber auch als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Zu finden sind hier bedrohte Tierarten wie der Glögglifrosch oder die Kreuzkröte.

«Kiesgruben sind zwar aus Sicht des Landschaftsschutzes gravierende Einschnitte. Aber aus Sicht des Naturschutzes freuen uns Kiesgruben», sagt Herbert Billing, Chef des kantonalen Naturschutzamtes. Viele gefährdete Amphibien, Reptilien und Insekten finden hier Bedingungen, wie sie in der Schweizer Kulturlandschaft sonst kaum noch vorhanden sind. Die Behörden von Stadt und Kanton Schaffhausen loben zudem die Zusammenarbeit mit der Firma Holcim, die für die Kiesgrube verantwortlich zeichnet und die Renaturierungen tatkräftig unterstützt.