Ein polizeilicher Kultur- und Gastromanager für Winterthur

Unkomplizierte Bewilligungsverfahren für Partys und mehr Freiräume. So will die Stadt Winterthur auf die Ausschreitungen bei der «Tanz-dich-frei»-Demonstration im September 2013 reagieren. Darauf einigte sich die Stadt nach Gesprächen mit verschiedenen betroffenen Gruppierungen.

Bei der Demo im September 2013 standen Polizisten und Jugendliche einander gegenüber. Nun sollen sie zusammenarbeiten.

Bildlegende: Bei der Demo im September 2013 standen Polizisten und Jugendliche einander gegenüber. Nun sollen sie zusammenarbeiten. Keystone

Ein «Kultur- und Gastromanager» soll künftig in der Stadt Winterthur bei Fragen der Freiraumnutzung einen konstruktiven Dialog zwischen Veranstaltern und Gastrobetrieben führen. Zudem sollen die polizeilichen Bewilligungsverfahren gestrafft und vereinfacht werden.

Es seien erste Projekte, die in den Freiraum-Gesprächen angeregt worden seien, teilte die Stadt am Dienstag mit. Auf Initiative der Kinder- und Jugendbeauftragten Winterthur wurde zudem eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben für eine Zwischennutzungs-Vermittlung von Räumen für Jugend und Kultur. Ergebnisse werden bis Ende Jahr erwartet.

Vertreter der Tanzdemo nicht bei Gesprächen dabei

Die vier Clubs Albani, Gaswerk, Kraftwerk und Salzhaus begrüssen in einem Communiqué grundsätzlich die ausgearbeiteten «Handlungs- und Haltungsvorschläge». Eine offene und lebendige Stadt müsse sich auch im Kleinen entwickeln und entfalten können. Dazu brauche es Raum - im psychischen wie im physischen Sinne.

Der Vertreter der unbewilligten Tanzdemo hatten an den Gesprächen nicht teilgenommen. In diesem Zusammenhang stehen auch noch mehrere Gerichtsverfahren an. Bei der unbewilligten Demo im September 2013 entstand erheblicher Schaden. Mehrere Personen wurden verletzt.