Ein «Quantensprung» für den Bahnhof Winterthur

Am Bahnhof Winterthur verkehren ab 2018 deutlich mehr Züge und damit auch mehr Passagiere. Deshalb baut die SBB den Bahnhof in den kommenden Jahren für knapp 200 Millionen Franken aus. Mit längeren Perrons, neuen Weichen und einer grösseren Unterführung.

Visualisierung der gepanten Velounterquerung am Bahnhof Winterthur

Bildlegende: Auch die Velofahrer erhalten mehr Platz in der eigenen Unterquerung, parallel zu den Fussgängern. ZVG

Schon heute steigen jeden Tag rund 100'000 Personen in Winterthur in den Zug. Ab Dezember 2018 dürften es noch mehr sein. Dann verkehren ab Winterthur nämlich deutlich mehr Züge. Die S-Bahn fährt im Viertelstunden-Takt nach Zürich, es gibt mehr Verbindungen nach St. Gallen, Stein am Rhein und auch ins Tösstal.

Um für den Passagieranstieg gewappnet zu sein, nimmt die SBB zunächst 110 Millionen Franken in die Hand. Damit werden ausserhalb des Bahnhofs 1,7 Kilometer Gleise erneuert und 40 schnellere Weichen eingebaut. Im Bahnhof selbst werden einzelne Perrons verlängert und verbreitert, und auch die Perrondächer werden den längeren Zügen angepasst. Diese Ausbauten sind für die Jahre 2015 bis 2019 geplant.

«  Dieser Riesenausbau ist ein Generationenprojekt. Die Stadt Winterthur erhält einen Bahnhof, der ihrer Grösse und Passagierzahl angemessen ist. »

Josef Lisibach
Stadtrat Winterthur

Endlich eine Velounterführung

Gleichzeitig baut die SBB, zusammen mit der Stadt Winterthur, die kleinere der beiden Unterführungen aus. Und zwar massiv. Der heute 4,5 Meter schmale Durchgang aus den 1920er Jahren wird vier Mal breiter als bisher und bietet damit auch Platz für neue Läden. Auf einer separaten Spur können die Velos unter dem Bahnhof durchfahren. An dieser Velounterführung wird in Winterthur seit Jahrzehnten geplant, 2020 soll sie Realität werden. Die gesamte Unterführung dürfte nochmals rund 85 Millionen Franken kosten.