Ein Smartphone aus der Steinzeit

Unterwegs Mails oder SMS schreiben; surfen und News lesen: Smartphones machen das überall möglich. Die Besitzer sind 24 Stunden online erreichbar. Neu gibt es auch einen Schweizer Smartphone-Produzent. Sein Telefon fällt mehr durch die Hardware als durch die Software auf: Das «iStone».

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Ein Smartphone aus der Steinzeit

3:14 min, aus Schweiz aktuell vom 7.1.2015

Das Rohmaterial kommt aus China. Verarbeitet wird das Schweizer Smartphone bei Zürich in Buchs – am Schleifgerät. Das Smartphone von Bildhauer Horst Bohnet ist aus purem Granit: «Es ist das erste völlig natürliche Handy; 100 Prozent nachhaltig.»

Das Granit-Smartphone mit dem Namen «iStone» überzeugt denn auch nicht durch möglichst viele Apps, sondern mit seiner ständigen Stummschalten-Funktion. «Damit bin ich Tag und Nacht nicht erreichbar. Das bringt natürlich sehr viel Entschleunigung», sagt der Erfinder des «iStones», Horst Bohnet.

Gespräche über das - statt mit dem Smartphone

Sein «Smartphone aus der Steinzeit» soll einen Denkanstoss zur Art und Weise der heutigen Kommunikation liefern. Mit einem Augenzwinkern will Bohnet so die Mentalität des ständigen Online seins hinterfragen. «Wenn ich das «iStone» auf den Tisch lege, entwickelt sich sofort eine angeregte Diskussion über Sinn und Zweck von Smartphones», sagt Bohnet.

Seine Idee hat schon rund 700 Leute überzeugt. Für knapp 90 Franken haben sie sich das steinzeitliche Smartphone gekauft. Viele würden es jemandem schenken. Auch mit der Botschaft, dass sie gerne mehr direkte Zeit mit dem jeweiligen Menschen verbringen möchten.