Ein Sonnenschirm für die Äschen

Um die empfindlichen Äschen im Rhein vor der Hitze schützen, ergreift der Kanton Schaffhausen Massnahmen: Im Rhein werden kühle Quellwasserbecken ausgebaggert und notfalls mit Sonnensegeln bestückt.

Eine Äsche

Bildlegende: Die Äsche: wenn die Wassertemperatur steigt wird es für sie besonders unangenehm. Keystone

Man will es besser machen als im Hitzesommer 2003: Damals kam es im Rhein zu einem grossen Fischsterben wegen der Hitze. Ein grosser Teil der Äschenpopulation ging damals ein.

Quellwasser sorgt für Kühlung

So warm wie in jenem Hitzesommer sei der Rhein mit aktuell 22,8 Grad aber noch nicht, sagt Martin Tanner, Präsident des Schaffhauser Fischereiverbandes gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Aber wenn die Temperatur weiter steige, könne die Situation durchaus lebensbedrohlich werden. Dann sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser und den Tieren geht die Luft aus. Wohl fühlen sich die Äschen an kühleren Stellen in Ufernähe, in die Quellwasser hineinströmt. Auf Tafeln halten die Behörden nun die Ausflügler an, nicht gerade an jenen Stellen ins Wasser zu gehen.

Darüber hinaus liess die Fischereiverwaltung zwei Kaltwasser-Buchten ausbaggern. Und für alle Fälle liegen laut Martin Tanner auch noch spezielle Sonnenschirme parat: «Es nützt ja nichts, wenn wir solche Buchten anlegen, wenn die Sonne dort das Wasser erwärmt. Ein Vorteil hat eine (moderate) Wärme indes für die Tiere: Sie macht der gefährlichen Pilzerkrankung, unter der diesen Frühling Jahr viele Äschen gelitten haben, den Garaus.