Ein Toter und viele Stromausfälle wegen Gewittersturm

Die heftigen Gewitter vom Dienstagabend waren vor allem für den Kanton Zürich folgenreich: In Rüti wurde ein Mann von einem Baum erschlagen und über 10'000 Haushalte waren stundenlang ohne Strom.

Gewitter über der Stadt Zürich

Bildlegende: Die Gewitter-Front fegte auch über Zürich hinweg. Keystone

Am schlimmsten traf der Gewittersturm einen 49-jährigen Mann, der am Dienstagabend nach 19 Uhr sein Velo durch das Dorfzentrum von Rüti geschoben hatte. Ein Baum stürzte um und begrub den Passanten unter sich. Die Rettungskräfte konnten den Mann nur noch tot bergen, meldet die Kantonspolizei Zürich.

Feuerwehr im Dauereinsatz

Das Gewitter war heftig und zog nach relativ kurzer Zeit weiter. Innert kurzer Zeit habe man rund 150 Schadensmeldungen erhalten, sagte Urs Eberle von Schutz und Rettung Zürich: «Der starke Wind war in den meisten Fällen die Ursache. Viele Bäume stürzten um und Gegenstände flogen durch die Luft.» Grosses Glück hatten die Gäste eines Restaurants in Herrliberg. Als ein Baum auf das Festzelt neben dem Restaurant stürzte, waren die Gäste noch nicht eingetroffen, schreibt die «Zürichsee-Zeitung».

Hochspannungsleitungen beschädigt

Der Sturm führte im Kanton Zürich auch zu mehreren Stromausfällen wegen beschädigter Hochspannungsleitungen. Besonders stark betroffen war das Zürcher Oberland. Rund 10'000 Haushalte seien dort bis Mitternacht ohne Strom gewesen, sagte Priska Laïaïda gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Stromausfälle, allerdings weniger lang, gab es unter anderem auch in Wädenswil oder im Sihltal. Die Reparaturarbeiten an den defekten Leitungen dauern an.