Eine «Metalli-light» für Winterthur

Ursprünglich wollte der Stadtrat von Winterthur die Mechatronik Schule Winterthur (MSW) schliessen. Nach heftigem Widerstand gibt er nun nach. Die Schule soll in Winterthur erhalten bleiben. Sie muss aber mit deutlich weniger Geld auskommen.

Vier Ansichten der Schule, die den Wandel im Laufe der Zeit zeigen.

Bildlegende: Die «Metalli» in Winterthur kann auf eine 126-jährige Geschichte zurückblicken - und diese Geschichte soll weitergehen. zvg

4,5 Millionen Franken wollte die Stadt ursprünglich bei der Mechatronik Schule Winterthur (MSW) sparen. Dies als Teil der Sparprogramme, mit denen der Stadtrat die Finanzen der Stadt wieder ins Lot bringen will. Für die traditionsreiche Schule hätte diese Sparvorgabe das Ende bedeutet. Das löste in Winterthur einen Sturm der Entrüstung aus.

Konzentration auf weniger Berufe

Schon im März lenkte der Stadtrat deshalb ein und reduzierte die Sparvorgabe auf 2,5 Millionen Franken. Eine Projektgruppe prüfte Optionen, wie die «Metalli» - wie die Schule im Volksmund heisst - mit diesen reduzierten Mitteln weitergeführt werden kann. Der Vorschlag: Konzentation der Schule auf einen Standort und auf nur noch ein Berufsfeld: das der Mechatronik. Die eigene Berufsfachschule soll weitergeführt werden. Unter diesen Voraussetzungen will der Stadtrat die MSW nun weiterführen, teilt er mit.

Die neue Strategie soll in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden. Die Zahl der Lehrstellen wird im Zuge dieser Umsetzung von 240 auf 160 reduziert. Wer an der MSW eine Lehre begonnen hat, soll diese auch beenden können. Den Freunden der «Metalli» reicht dies nicht. Sie haben eine Initiative lanciert mit dem Ziel, die Schule in der heutigen Grösse und Ausrichtung zu erhalten. An diesem Ziel halten sie weiter fest.