Eine Orgel kehrt nach über 100 Jahren zurück nach Hause

Beinahe wäre die Kegelladen-Orgel auf dem Schrottplatz gelandet. Stattdessen hat eine Zürcher Orgelbauer-Firma das Instrument restauriert. Nun hat sie in der reformierten Kirche in Wollishofen einen neuen Platz gefunden.

Eigentlich ist sie eine richtige Zürcherin. Theodor Kuhn baute die Orgel im Jahr 1889 für die reformierte Kirche Zürich Unterstrass. Ein imposantes Instrument mit 24 Registern. Weil die Kirche umgebaut wurde, musste die Orgel 1911 ins unfreiwillige Exil. Sie wurde abgebaut und nach St. Maurice im Wallis transferiert, wo sie bis im Jahr 2001 bespielt wurde.

Vor dem Schrottplatz gerettet

Als sie 2001 einer modernen Orgel weichen musste, hätte sie eigentlich verschrottet werden sollen. Doch das liessen die Zürcher Erbauer nicht zu. Die Firma Kuhn rettete die Kegelladen-Orgel. In ihrer Werkstatt in Männedorf wurde sie restauriert.

Nun hat sie in Wollishofen, in der reformierten Kirche «Auf der Egg», einen neuen Platz gefunden. Nach über hundert Jahren ist die Kegelladen-Orgel also wieder zurück in ihrer alten Heimat.

(sted; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03)