«Elegante Nichtigkeit»: Pikantes aus dem Haushalt Wesendonck

Auch das Theater Neumarkt beteiligt sich mit einer Eigenproduktion am «Treibhaus Wagner» der Zürcher Festspiele. In der Orangerie der Villa Wesendonck, dem heutigen Museum Rietberg, lädt das Theater zu einem unterhaltsamen Abend.

Senenbild aus der Neumarkt-Inszenierung in der Orangerie des Museums Rietberg

Bildlegende: Szenenbild aus «Elegante Nichtigkeit»: Vivien Bullert und Tabea Bettin als Hausangestellte in der Villa Wesendonck. ZVG/Philipp Ottendörfer

Fast zehn Jahre verbrachte der grosse Komponist Richard Wagner als politischer Flüchtling in Zürich. Unterstützt von seinem Mäzen Otto Wesendonck und inspiriert von Mathilde, der Frau seines Gönners, verbrachte er zehn produktive Jahre in der Stadt an der Limmat. In der Villa Wesendonck - dem heutigen Museum Rietberg - ging Wagner ein und aus.

An diesem Schauplatz lädt das Theater Neumarkt zu einem «musikalischen Empfang». Bewirtet vom Personal der Villa Wesendonck bekommen die Gäste Einblick in Wagners Zürcher Jahre, zu denen auch eine liaison dangereuse mit der Frau seines Gönners gehörte.

Klein und fein

Umrahmt von Wagners Wesendonck-Liedern, montiert die scheidende Neumarktregisseurin Barbara Weber Zeitzeugnisse, Briefe, Notizen, Zitate zu einer musik-theatralen Melange. Das ganze geschieht mit feinem Humor und ironischen Stilbrüchen, mit kenntnisreicher Nonchalance, findet der SRF-Theaterkritiker Andreas Kläui.

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