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Zürich Schaffhausen Embracher Durchgangszentrum wird Bundeszentrum

Der Bund übernimmt das Zentrum in Embrach für mindestens 15 Jahre. Statt heute 380 Plätze bietet es in Zukunft Platz für 360 Asylsuchende, die einen negativen Asylentscheid erhalten haben.

Legende: Video Die letzte Wohnung für Asylsuchende in der Schweiz abspielen. Laufzeit 2:05 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.07.2015.

Im Industriequartier von Embrach steht schon heute ein grosses kantonales Durchgangszentrum. Dieses soll jetzt zu einem zweiten Zürcher Bundeszentrum werden. Es bietet 360 Plätze für Asylsuchende, die im Schnellverfahren in der Stadt Zürich einen negativen Asylentscheid erhalten haben und aus der Schweiz ausreisen müssen.

Das heutige Durchgangszentrum in Embrach hat 380 Plätze. Als Bundeszentrum bietet es künftig noch 360 Plätze. Der Bund wird es für mindestens 15 Jahre betreiben, mit Verlängerungsoption um 5 Jahre.

«Letzte Wohnung in der Schweiz»

Wie Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) am Dienstag in Embrach ausführte, soll das Zentrum in Embrach Asylsuchende aufnehmen, die das beschleunigte Verfahren im Bundeszentrum in der Stadt Zürich durchlaufen und einen negativen Entscheid erhalten haben. Sie müssen die Schweiz verlassen: «Es ist ihre letzte Wohnung in der Schweiz», sagte Mario Fehr.

Der Standort Embrach habe sich regelrecht «aufgedrängt», sagte der Regierungsrat weiter. «Wir bauen auf bestehende Strukturen auf.» Das Durchgangszentrum könne mit wenigen Anpassungen zum Bundeszentrum umgebaut werden.

Politik der gelegten Eiern

In der Asylregion Zürich sollen insgesamt 870 Plätze zur Verfügung stehen, mit den Standorten Embrach und Zürich sind bisher deren 720 bestimmt. Wo die fehlenden 130 entstehen sollen, ist noch nicht bestimmt. «Hier betreiben wir Politik der gelegten Eier, bevor der Entscheid nicht niet- und nagelfest ist, wird er nicht kommuniziert.»

Offene Ohren in Embrach

Gemeindepräsident Erhard Büchi steht hinter dem neuen Bundeszentrum. Dieses habe für die Embracherinnen und Embracher Vorteile: «In einem Bundeszentrum gilt eine strengere Hausordnung als in einem kantonalen Durchgangszentrum. Wir gehen darum davon aus, dass die Sicherheitsstandards für die Bevölkerung verbessert werden.»

Ganz allgemein wolle Embrach einen Beitrag leisten, um die Asylverfahren zu beschleunigen. «Wir können Probleme in der Schweiz nur lösen, wenn Bund, Kantone und Gemeinden zusammenspannen. Alle, die die Asylpolitik des Bundes kritisieren, müssen akzeptieren, dass man auch etwas tun muss, um die Verfahren zu beschleunigen», sagt Erhard Büchi. In diesem Sinne sei das Bundeszentrum in Embrach auch ein Akt der Solidarität.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Maurer, ZH
    Embrach, sonst in den Schlagzeilen mit der Mosche und den dort ein und ausgehenden Winterthurer IS-Clown's! Was für eine wunderbare Synergie. Ganz tolle Schweizer Politik. Mein allerhöchstes Beileid an alle Schweizer, die dort leben müssen und diesen ganzen Quatsch ertragen müssen. Gleich wie bei uns im Dorf, wo man eine Syrer Familie nehmen musste. Es sei vorgegeben, vom Kanton, vom Bund.... Ach was?? (Sie sind nett, werden hier auch verwöhnt, gehören aber hier nicht hin, falsches Zeichen!)
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  • Kommentar von P.Meier, Zürich
    Das Problem ist, dass sie zwar einen negativen Entscheid bekommen, aber nicht ausreisen sonder untertauche. Darum brauch es geschlossene Asylzentren die abgelegen von grossen Städten sind. Jeder der einen Asylantrag stellt, wird dann sofort interniert und wenn der Entscheid negativ ist, dann wird er auch ausgeschafft. Das würde die Schweiz unatraktiver für Wirtschaftsflüchtlinge machen.
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    1. Antwort von E.Wagner, Zug
      @P.Meier: Hat nicht genau das die SVP schon lange gefordert? Und wie war das mit der Abstimmung, von renitenten Flüchtlingen und Straffälligen?
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