Endlager im Zürcher Weinland: auch Bauern wehren sich

Im Zürcher Weinland nimmt der Widerstand gegen ein mögliches Endlager für atomaren Abfall zu. Eine Gruppe von Bauern hat eine Interessengemeinschaft gegründet, die auch bürgerliche Kreise in den Widerstand einbinden soll.

Eine Reihe junger Leute hält ein Tramparent mit der Aufschrif Ländliche Interessengemeinschaft: kein Endlager im Weinland. Im Hintergrund grosse Traktoren.

Bildlegende: Initianten der neuen Interessengemeinschaft sind Bauern und sie haben die Jungen mit im Boot. zvg Rasi

Im Weinland kommt es nicht gut an, dass die Nationale Gesellschaft für die Entsorgung radioaktiver Abfälle Nagra nur noch zwei Standorte für ein Endlager genauer prüfen will: den Bözberg im Kanton Aargau und das Zürcher Weinland.

Politisch ungebunden

Die bisherigen Organisationen, die sich gegen das Tiefenlager wehren, seien vielen im Weinland zu links und zu grün. Darum habe man die neue IG gegründet, erklärt Initiant Jürg Rasi im «Regionaljournal». Man sei politisch ungebunden und wolle mit der IG alle, auch die bürgerlichen Kräfte bündeln.

An einer Informationsveranstaltung des Bundes in Rheinau mit dem Titel «Treffpunkt Tiefenlager» ist der bürgerliche Protest zum ersten Mal in Erscheinung getreten. Bauern fuhren mit etwa 20 Traktoren auf, hupten und machten Lärm.