Entscheidung im Winterthurer Parkplatzstreit

Schon seit vielen Jahren wird in Winterthur über Parkplätze gestritten. Nun sind die Stimmberechtigten am Zug. Sie entscheiden am 18. Oktober über die neue Parkplatzverordnung. Die Argumente dafür und dagegen präsentieren Reto Diener (Grüne) und Christoph Magnusson (FDP).

Die Parkplatzverordnung hat eine lange Geschichte. Sie ist das Werk der inzwischen abgewählten SP-Stadträtin Pearl Pedergnana. Grundsätzlich sieht die Verordnung vor, dass es in Gebieten, die gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen sind, weniger Parkplätze geben soll. Zudem solle die Parkdauer bei öffentlich zugänglichen Parkplätzen - auch bei privaten - limitiert werden.

Das spricht dafür

Reto Diener, Gemeinderat der Grünen, hat selber kein Auto und ist ein Befürworter der Vorlage. Seine Argumente:

  • Die Vorlage führt zu weniger Verkehr und weniger Staus
  • Gibt es weniger Staus, haben Busse und Gewerbefahrzeuge freie Fahrt
  • Die Parkplatzverordnung führt zu einer Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr

Das spricht dagegen

Christoph Magnusson, Gemeinderat der FDP, ist Autobesitzer und Gegner der Vorlage. Seine Argumente:

  • Weniger Parkplätze führen zu mehr Suchverkehr, auch in den Quartieren
  • Anwohner aus der Region fahren nicht mehr in die Stadt zum Einkaufen. Das schadet dem Gewerbe
  • Die Vorlage ist eine «ideologisch motivierte Verhinderung des Autoverkehrs»

Das sagen die Parteien

SP, GLP, Grüne, EVP und AL sind für

SVP, FDP und CVP gegen die Vorlage.

(kueh; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)