Entscheidung im Winterthurer Parkplatzstreit

Schon seit vielen Jahren wird in Winterthur über Parkplätze gestritten. Nun sind die Stimmberechtigten am Zug. Sie entscheiden am 18. Oktober über die neue Parkplatzverordnung. Diese sieht vor, dass es an gut erschlossenen Lagen weniger Parkplätze geben soll.

Parkplatz in der Altstadt von Winterthur

Bildlegende: Zankapfel Parkplätze: In Winterthur klären jetzt die Stimmbürger die Frage. SRF

Die Parkplatzverordnung hat eine lange Geschichte. Sie ist das Werk der inzwischen abgewählten SP-Stadträtin Pearl Pedergnana. Grundsätzlich sieht die Verordnung vor, dass es in Gebieten, die gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen sind, weniger Parkplätze geben soll. Zudem solle die Parkdauer bei öffentlich zugänglichen Parkplätzen - auch bei privaten - limitiert werden.

Die Argumente der Befürworter

  • Die Vorlage führt zu weniger Verkehr und weniger Staus
  • Gibt es weniger Staus, haben Busse und Gewerbefahrzeuge freie Fahrt
  • Die Parkplatzverordnung führt zu einer Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr

Die Argumente der Gegner

  • Weniger Parkplätze führen zu mehr Suchverkehr, auch in den Quartieren
  • Anwohner aus der Region fahren nicht mehr in die Stadt zum Einkaufen. Das schadet dem Gewerbe
  • Die Vorlage ist eine «ideologisch motivierte Verhinderung des Autoverkehrs»