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Zürich Schaffhausen «Erdbeben zählen zu den grössten Naturgefahren der Schweiz»

Dieses Jahr feiert der Schweizerische Erdbebendienst in Zürich sein 100-jähriges Bestehen. Gemäss Direktor Stefan Wiemer kommen starke Erdbeben in der Schweiz selten vor. Wann das nächste bevorsteht, kann sein Dienst trotz aller Technik nicht vorhersagen.

Legende: Audio Stefan Wiemer, Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes abspielen. Laufzeit 14:27 Minuten.
14:27 min, aus Regi ZH SH vom 21.09.2014.

Von den 500 bis 800 Erdbeben, die sich jedes Jahr in der Schweiz ereignen, sind nur die wenigsten für den Menschen spürbar. Aber die Seismografen des Schweizerischen Erdbebendienstes SED an der ETH Zürich registrieren jede kleinste Erschütterung im Untergrund.

Das Erdbebenrisiko in der Schweiz werde unterschätzt, sagt SED-Direktor Stefan Wiemer als «Regionaljournal»-Wochengast: «Erdbeben zählen neben Hochwasser zu den grössten Naturgefahren der Schweiz». Dies nicht wegen ihrer Häufigkeit, sondern weil sie sehr grossen Schaden verursachen. Denn bei 80 bis 90 Prozent aller Häuser sei nicht klar, wie stabil sie sind. «Wenn es also wie in Basel 1356 schütteln würde, würde das 80 bis 100 Milliarden Franken kosten», schätzt Wiemer.

Am meisten bebt die Erde im Wallis, in der Region Basel oder in Graubünden. Auf Grund der Bevölkerungsdichte und des möglichen Schadens gilt Zürich aber ebenso als Erbebenrisikogebiet.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von P.Bürger, Schaffhausen
    Dass das Erdbebenrisiko in der CH zu den grössten Naturgefahren zählen soll erachte ich als groben Unfug!Das Ereignis aus Basel wird gerne zelebriert,ist aber schlappe 700 Jahre her!Diese inszenierte «Gefahr» kostet die Immobilienbesitzer & die öffentliche Hand riesige Summen,um Gebäude erdbebensicher zu bauen/nachzurüsten.Dies spürt auch der Mieter! Hingegen werden die Überflutungsrisiken & Murgänge noch immer verharmlost, oder es wird an Orten gebaut,wo früher keiner auf die Idee kam.
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  • Kommentar von Th. Widmer, Basel
    AKW Mühleberg und Erdbeben, dass wird interessant, die Risse im Kernmantel werden beim nächsten Erdbeben zeigen, ob diese Standhalten. Wenn nicht wird das Erdbeben das kleinere Übel für die nächsten Huntertjahre sein.
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