Eritreer sollen besser integriert werden

Der Kanton Zürich will, dass weniger Menschen aus Eritrea von der Sozialhilfe abhängig sind. Er hat ein Pilotprojekt gestartet.

Eritreer mit ihrem Kursleiter Jorge Montoya-Romani.

Bildlegende: Sollen ihre Landsleute bei der Integration unterstützen: Eritreer mit ihrem Kursleiter Jorge Montoya-Romani (2.v.l.). zvg

Rund 98 Prozent aller Menschen, die aus Eritrea stammen und in der Schweiz leben, sind abhängig von der Sozialhilfe. Das soll sich im Kanton Zürich ändern. 13 Eritreerinnen und Eritreer, die schon länger in Zürich sind, sollen ihre Landsleute bei der Integration unterstützen.

Ziel sei, dass diese «Schlüsselpersonen» in den Vereinen andere Menschen aus Eritrea dazu motivieren, Sprachkurse zu besuchen und an Arbeitsprogrammen teilzunehmen.

An vier Abenden wurden die 13 Frauen und Männer ausgebildet. Sie sollen nun ihrerseits bis im Sommer Informationsveranstaltungen organisieren. Mit rund 400 Eritreerinnen und Eritreern wird dabei gerechnet. Gegen 1800 Menschen aus Eritrea leben im Kanton Zürich.

Durchgeführt wurde der Kurs von der Zürcher Fachstelle für Integrationsfragen. Leiterin Julia Morais zieht eine positive erste Bilanz: «Hut ab, wenn es tatsächlich klappt mit diesen 400 Teilnehmern an den geplanten Informationsveranstaltungen.»