Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürich Schaffhausen «Es braucht mehr Solidarität unter den Gemeinden»

Nach 100 Tagen im Amt zieht Raphael Golta (SP), Sozialvorsteher der Stadt Zürich, eine erste Bilanz. Angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt möchte er die Diskussion zur gerechteren Verteilung der Soziallasten vorantreiben.

Legende: Audio Interview mit Raphael Golta (14.8.2014) abspielen. Laufzeit 04:34 Minuten.
04:34 min

«Es kann nicht in unserem Interesse sein, dass man anfängt, die ärmsten Menschen in unserer Gesellschaft von Gemeinde zu Gemeinde zu jagen», hielt Raphael Golta in seiner Bilanz fest. Das sei unwürdig für eines der reichsten Länder der Welt. Der ehemalige Kantonsrat will deshalb seine Vernetzung nutzen, um die Diskussion um eine gerechtere Verteilung der Soziallasten voranzubringen.

«Wir brauchen mehr Sozialinspektoren»

An konkreten Projekten stellte Raphael Golta einen Ausbau des Inspektorats zur Missbrauchsbekämpfung im Sozialbereich in Aussicht. Per 2015 sollen 1,6 zusätzliche Stellen geschaffen werden. Eine Vollzeitstelle sei nötig, weil es mehr und komplexere Fälle gebe. Das zeige sich am von Jahr zu Jahr steigenden Pendenzenberg bei diesem Dienst.

Vermehrt wieder Zusammenarbeit mit den Gemeinden

Mit den restlichen 60 Prozent sollen stillgelegte Vereinbarungen mit verschiedenen Gemeinden wieder aktiviert werden. Es bestehe bei diesen Gemeinden nach wie vor Interesse an dieser Dienstleistung der Stadt Zürich, erklärte Golta und er betonte, dass die Gemeinden diese Dienstleistung voll bezahlen. Das Sozialdepartement hatte im Januar verschiedene solcher Abkommen gekündigt oder sistiert, weil der Gemeinderat eine Aufstockung um zwei Stellen im Inspektorat zur Missbrauchsbekämpfung abgelehnt hatte.

Auf Kurs bleibt auch der Versuchsbetrieb des Asylzentrums des Bundes auf dem Duttweiler-Areal. Der Stadtrat sei nach wie vor daran interessiert, ein längerfristiges Zentrum zu ermöglichen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Berner, Bülach
    Arme werden rausgeekelt, Reiche mit Steuergeschenken angelockt. Gegen Arme gibt es Sozialinspektoren, ob aber die Reichen ihre Steuern bezahlen, darf man nicht kontrollieren... Ich denke, der Ruf nach Solidarität ist in diesem Land schon gerechtfertigt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniel Gull, Zürich
    Es braucht mehr Solidarität. Das hört sich so an als ob man dieses zwischenmenschliche freiwillige Verhalten diktieren kann. Also wenn man solidarisch ist, dann macht man das aus freien Stücken. Da kann man nicht andere dazu auffordern die Rechnung zu bezahlen für sein eigenes solidarisches Verhalten - nach dem Motto - Ich bin solidarisch aber der andere darf zahlen. Typisch sozialistisches Denken.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen