«Es geht auch ohne die Basler»

Das Kantonsparlament von Basel Stadt hat sich gegen das verschärfte Hooligan-Konkordat ausgesprochen. Dies sei bedauerlich, sagt der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP). Das Konkordat funktioniere aber auch so.

Im Juni, nachdem das Stimmvolk im Kanton Zürich das verschärfte Hooligan-Konkordat mit über 85 Prozent angenommen hatte, machte Regierungsrat Mario Fehr (SP) Druck auf die Fussballstadt Basel. Nun müsse auch Basel dem Hooligan-Konkordat beitreten, sagte er. Am liebsten wäre ihm, wenn das Stimmvolk von Basel Stadt darüber abstimmen könne.

Zu einer Volksabstimmung kam es nicht - und nun hat das Basler Kantonsparlament das Hooligan-Konkordat endgültig abgelehnt. Dieser Entscheid überrasche ihn nicht, sagt Mario Fehr gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Dass Basel beim Konkordat nicht mitmache, sei zwar bedauerlich, für die Umsetzung der verschärften Massnahmen aber kein Unglück: «Es ist wie in der Champions League: Es geht auch ohne die Basler.»

«Langfristig im Nachteil»

Alle Kantone, die beim Hooligan-Konkordat mitmachen, könnten die schärferen Massnahmen trotzdem anwenden. Wenn also ein Basler Fan in Zürich gewalttätig werde, könne man gegen ihn ein bis zu dreijähriges Rayonverbot aussprechen. Bei einem Zürcher in Basel sei dies nicht möglich: «Auf die Dauer sind die Basler also im Nachteil», ist Mario Fehr überzeugt.

Im Februar entscheidet die Stimmbevölkerung im Kanton Bern über den Beitritt zum Hooligan-Konkordat. Mario Fehr ist optimistisch, dass die Berner die Vorlage annehmen.