Provokante Projekte «Es soll cool sein über Zwingli zu sprechen»

Ein breites Publikum soll lebhaft über Fragen der Reformation diskutieren. Dies ist das Ziel der Kirche zum Jubiläum «500 Jahre Zürcher Reformation». 28 Projekte wurden lanciert - darunter auch einige ungewöhnliche. So soll es zum Beispiel eine Ausstellung zum Thema Frauenhandel geben.

Zwei Plakate

Bildlegende: Es soll provokant und mutig sein: Der Startschuss zum Jubiläum «500 Jahre Reformation» ist gefallen. Keystone

Ausstellungen, Theater und Stadtführungen: Die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich feiert bis Anfang 2019 «500 Jahre Zürcher Reformation». Für das künstlerische Programm verantwortlich sind Martin Heller und Barbara Weber. «Wir wollen das kirchliche Wissen mit interessanten kulturellen Players verbinden», sagt Barbara Weber.

«  Wir wollen den Frauen, die illegal hier sind, eine Stimme geben. »

Barbara Weber
Kuratorin

blonde Frau

Bildlegende: Kuratorin Barbara Weber Keystone

28 verschiedene Projekte sind geplant und eines sticht dabei besonders ins Auge: eine Ausstellung zum Thema Frauenhandel. «Wir wollen den Frauen, die in Menschenhandel verstrickt sind, eine Stimme geben», sagt Barbara Weber. Gleiche Rechte für alle Menschen, dies sei im Sinne des Zürcher Reformators Huldrych Zwingli.

Zu Ehren Zwinglis Mut beweisen

Die Kirche lässt den beiden Kuratoren freie Hand. Sie seien offen für mutige Projekte, sagt Michel Müller, Präsident des Kirchenrats: «Wir wollen Themen ansprechen, welche die Menschen bewegen.» Schliesslich habe bereits Zwingli gesagt: «Tut um Gotteswillen etwas Tapferes.»

Möglich gemacht haben die breite Palette von Angeboten Stadt und Kanton Zürich. Sie übernehmen mit über zehn Millionen Franken den grössten Teil des Budgets. Die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr freut sich auf die Feierlichkeiten zum Jubiläum: «Das Programm ist sehr vielfältig, ich glaube, das wird eine gute Sache.»