Es wird fleissig weitergebaut - aber 2016 nicht im grossen Stil

Stadtzürcher können aufatmen: Im Jahr 2016 sind keine Grossbaustellen à la Bellevue in Sicht. Kurzfristige Auswirkungen auf den Verkehr dürften laut Tiefbauamt aber der Gleisersatz am Paradeplatz, der Bau der Tramlinie 8 über die Hardbrücke sowie die Sanierung der Usteri-/Löwenstrasse haben.

Eine Brücke mit Autos, im Hintergrund ein Hochhaus mit Glasfassade.

Bildlegende: Die Hardbrücke: Schon bald soll hier das Achtertram rüberrollen. Keystone

Gebaut wird aber trotzdem fleissig: Für 2016 geht das Tiefbauamt von 122 neuen Baustellen aus. Das entspreche dem langjährigen Durchschnitt, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Einschliesslich der Bauten für städtische Partner wie VBZ, ewz oder Wasserversorgung erreicht das Bauvolumen rund 225 Millionen Franken.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr mit den Grossbaustellen am Bellevue, dem Albisriederplatz, der Birmensdorferstrasse und der Rosengartenstrasse gebe es im laufenden Jahr keine Projekte mit einem vergleichbaren Einfluss auf den öffentlichen und privaten Verkehr, sagte Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger vor den Medien. Das Tiefbauamt nimmt natürlich nicht nur neue Arbeiten in Angriff, sondern es führt alte weiter und schliesst auch einige ab. So ist etwa die Umgestaltung des Münsterhofs fast fertig. Im März wird der neue Brunnen installiert. Und auch beim Bahnhof Oerlikon wird es für Reisende wieder angenehmer.

«Express-Team» für Probleme im Veloweg-Netz

Wenn an Zürichs Strassen gebaut wird, sind in der Regel auch Velofahrerinnen und Velofahrer betroffen. Damit sie gut vorankommen, inspiziert das «Express-Team Velo» des Tiefbauamtes neuralgische Punkte. Das Team schlägt dann rasch umsetzbare Verbesserungen vor. Dies können beispielsweise sogenannte Velosäcke sein, die bei Ampeln dafür sorgen, dass sich wartende Velofahrende vor den Autos einreihen können. Eine weitere Möglichkeit sind abgeflachte Trottoirränder oder kleine Rampen.