ETH Zürich geht nach Kuhmist-Attacke über die Bücher

ETH-Präsident Lino Guzzella verurteilt die Störaktion mit Mist und faulen Eiern auf einen Pflanzenzucht-Kongress als «inakzeptabel». Im Interview mit Radio SRF spricht er davon, dass der Vorfall Konsequenzen haben werde. Einschüchtern lassen wolle sich die ETH aber nicht.

Vermummte stürmten am Montag einen Hörsaal an der ETH, warfen Kuhmist und faule Eier in den Saal und versprayten Wände. Die rund 300 Teilnehmer eines mehrtägigen Pflanzenzucht-Kongresses mussten den Saal verlassen.

ETH-Präsident Lino Guzzella verurteilt die Attacke aufs Schärfste. Im Interview mit Radio SRF sagt er: «Was passiert ist, ist höchst bedenklich.» Die ETH sei ein Ort der Begegnung, wo friedliche Menschen anständig miteinander umgingen. Krawall und das Verbergen des Gesichts würden diesen Ideen fundamental widersprechen.

«Daraus müssen wir die Konsequenzen ziehen», sagt Guzzella weiter. Inwiefern das Sicherheitskonzept für künftige Kongresse angepasst werde, wollte der ETH-Präsident auf Anfrage aber nicht sagen. Einschüchtern lassen wolle man sich auf alle Fälle nicht. «Wir machen weiter.»

ETH hat Anzeige erstattet

Wer die Angreifer am Montag waren, ist noch nicht geklärt. Die beiden Personen, welche die Polizei kurz nach dem Angriff anhielt, wurden inzwischen befragt und der Staatsanwaltschaft übergeben. Die ETH hat Anzeige erstattet.