Gemeinsam stark EVP und BDP spannen für die Zürcher Parlamentswahlen zusammen

Die Kleinparteien wollen mit einer gemeinsamen Liste die 5-Prozent-Hürde knacken und im Parlament eng zusammenarbeiten.

Ein Händedruck zwischen zwei Männern.

Bildlegende: Trotz teilweise unterschiedlicher Ansichten wollen EVP und BDP in Zürich gemeinsam politisieren. Keystone

EVP und BDP greifen zusammen an: Bei den Parlamentswahlen im nächsten Jahr stehen die Politiker der beiden Mitteparteien auf einer gemeinsamen Liste. Das Regionaljournal Zürich Schaffhausen hat mit den Präsidenten der beiden Stadtzürcher Parteisektionen gesprochen.

SRF: «Welches Ziel verfolgen Sie mit der gemeinsamen Liste?»

Ernst Danner/EVP: «Wir wollen drei bis fünf Personen aus dieser Liste ins Parlament bringen.»

Wolfgang Kweitel/BDP: «Die BDP ist eine Mittepartei. Derzeit gibt es in Zürich ein starkes Lager links und ein starkes Lager rechts. Diese beiden Lager reden aneinander vorbei, und mit einer gestärkten Mitte wollen wir erreichen, dass wieder vermehrt miteinander geredet wird.»

SRF: «Wie wollen Sie die Liste genau ausgestalten?»

Wolfgang Kweitel/BDP: «Wir variieren jeweils in den verschiedenen Zürcher Wahlkreisen. Im einen Wahlkreis ist vielleicht ein Kandidat der EVP weiter vorne auf der Liste, im anderen ein Kandidat der BDP.»

Ernst Danner/EVP: «Die genaue Ausmarchung diesbezüglich steht aber noch an. Wir suchen die Kandidaten und stellen die Liste nachher gemeinsam zusammen. Klar ist aber, dass die EVP als grössere der beiden Parteien mehr Personen aufstellen wird.»

SRF: «EVP und BDP vertreten in der Politik nicht immer die gleichen Ansichten. Wie gehen Sie damit um?»

Ernst Danner/EVP: «Beide Parteien sind für ein stärkeres Kleingewerbe, für eine verbesserte Wohnsituation und eine vernünftige Verkehrspolitik. Wir haben grosse Gemeinsamkeiten.»

Wolfgang Kweitel/BDP: «In gesellschaftlichen Fragen vertreten wir einen liberaleren Standpunkt. Und der christliche Glaube hat bei der EVP einen höheren Stellenwert als bei uns. Dies belastet die Zusammenarbeit aber sicherlich nicht.»