Fall Meyer-Fürst: Tagesklinik stellt Betrieb ein

Nachdem die Zürcher Gesundheitsdirektion im Februar 2015 aufgrund der Patientensicherheit die Klinik per Verfügung bis auf weiteres geschlossen hatte, entschied die Klinikleitung, den Betrieb einzustellen.

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Fall Meyer-Fürst: Tagesklinik stellt Betrieb ein

1:48 min, aus Schweiz aktuell vom 24.4.2015

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich bestätigt entsprechende Recherchen der SRF Sendung «Schweiz aktuell»: «Die Tagesklinik am Bellevue AG hat das Operationsverbot akzeptiert. Sie verzichtet auf die Betriebsbewilligung und hat den Betrieb eingestellt.» Für den Leiter der Klinik, Domagoj Kujundzic, gibt es zwei Gründe, die zur definitiven Betriebseinstellung führten, wie er gegenüber «Schweiz aktuell» am Telefon erklärt: «Zum einen habe ich nicht die finanziellen Mittel, um die Klinik weiterzuführen, zum anderen fehlt mir die Kraft.»

Verfahren eingestellt

Dr. Peter Meyer-Fürst war bis Ende Jahr Belegarzt an der Tagesklinik. Ihm wurde unter anderem von der Konsumentensendung Kassensturz vorgeworfen, Patientinnen durch Schönheitsoperationen entstellt zu haben. Dass die Klinik den Betrieb definitiv einstellt, hat Konsequenzen für das Aufsichtsrechtliche Verfahren, das der Kanton gegen die Klinik führt: Dieses Verfahren wurde eingestellt, bestätigt der Mediensprecher der Gesundheitsdirektion, Daniel Winter: «Aufgrund des Verzichts auf eine Betriebsbewilligung ist das Aufsichtsrechtliche Verfahren erledigt».

Die Betriebseinstellung der Klinik hat keinen Einfluss auf die strafrechtlichen Verfahren, die gegen den Klinikbetreiber und Dr. Peter Meyer-Fürst laufen, erklärt die zuständige Staatsanwaltschaft.