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Zürich Schaffhausen Familiendrama Flaach: Harsche Kritik an der SVP im Kantonsrat

Das Tötungsdelikt an zwei Kindern in Flaach hat im Zürcher Kantonsrat für einen heftigen Schlagabtausch gesorgt. Die Meinungen über die Kindesschutzbehörde Kesb und deren Mitverantwortung gingen weit auseinander. Einstecken musste vor allem die SVP.

Legende: Video Heftige Debatte um KESB abspielen. Laufzeit 03:11 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 12.01.2015.

Das Familiendrama von Flaach und die Rolle der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb waren am Montag, bei der ersten Sitzung 2015, das grosse Thema im Zürcher Kantonsrat. Alle neun Fraktionen lieferten eine Erklärung zum Fall ab – ein Novum.

Von politischer Seite war schon vor dieser Debatte viel gesagt worden – insbesondere von der SVP, welche die Kesb schon an einer Medienkonferenz letzte Woche massiv kritisiert hatte. Dies wiederum führte zu Kritik von den Linksparteien und der FDP: Wahlkampf mit diesem Thema zu betreiben, sei pietätslos.

«Eine Schweigeminute wäre die angemessene Reaktion»

Dies war auch der Tenor bei den restlichen Parteien, die sich im Rat am Montag auch noch äusserten: «Statt reden und verurteilen, sollten wir besser schweigen. Eine Schweigeminute zu diesem Drama wäre die angemessene Reaktion des Kantonsrats», erklärte zum Beispiel Markus Schaaf (EVP). Man müsse erst dann wieder diskutieren, wenn die Untersuchung der Zürcher Justizdirektion abgeschlossen sei, findet Stefan Hunger (BDP): «Dann aber sachlich zur Verbesserung des Kindsschutzes und nicht zum Zweck des Stimmfangs.»

Was von der grossen Debatte übrigbleibt, sind mehrere Vorstösse. Gefordert wird unter anderem die Einführung eines Pikettdienstes bei der Kesb. Der Bericht der Justizdirektion soll nächste Woche vorliegen.

Legende: Video Schwierige Heimplatzierung: Die Sicht der Heime abspielen. Laufzeit 03:49 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 12.01.2015.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Vollmer, Zürich
    Wieder einmal hat die SVP zuerst Giftpfeile geschossen und erst dann nachgedacht...
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  • Kommentar von Christian Schulthess, 8824 Schönenberg
    Wo aber die SVP recht hat, was mir schon lange aufgefallen ist. Warum sind nur links orientierte Personen bei den Sozialstellen anzutreffen?!?! Ich frage mich echt muss man der SP beitreten wenn man gerne so ein Job machen will. Das finde ich nicht richtig. Die gehen nämlich unter der Hand weg. Wie schon von anderen bemerkt, es ist eine Sozialindustrie die ausschliesslich von Linken besetzt ist. Das ganze läuft nach dem kapitalistischen System, Angebot erzeugt Nachfrage.
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  • Kommentar von B. Meyer, Zürich
    Das Traurige und Faule an dieser Sache war der Entscheid, die Kinder sofort im Heim zu versenken, weil man die Eignung der Grosseltern erst überprüfen wolle. Richtig wäre gewesen, den vorerst milderen Eingriff zu tun, die Kinder den Grosseltern zu geben und deren Eignung anschliessend für die langfristigen Lösung zu prüfen. Aber eben, die Kesp ist ja ein Unternehmen, das Heimplätze besetzen und vermarkten will. Das Geld regiert die Welt! Das Kindswohl hätte andere Entscheide erfordert....
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