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Zürich Schaffhausen Familienväter schlagen einen 14-Jährigen in der Badi spitalreif

Ein Streit zwischen drei Erwachsenen und zwei Jugendlichen im Freibad Dübendorf ist vergangenen Sonntag eskaliert. Ein 14-jähriger Junge erlitt dabei einen doppelten Schädelbruch. Ein so krasser Vorfall ist zwar ein Einzelfall, Gewalt in der Badi ist unter Bademeistern aber ein grosses Thema.

Blick auf das Schwimmbecken des Freibades Dübendorf, eingebettet in Wiesen und Bäumen
Legende: Nur aufs Wasser schauen reicht nicht: Bademeister müssen öfters schlichtend eingreifen. zvg

Was sich genau am 15. Juli im Freibad Dübendorf abspielte, sei im Moment Gegenstand der laufenden Untersuchung. Über den genauen Tathergang seien noch keine Angaben möglich, sagte Staatsanwältin Evelyn Zoller gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Sie bestätigte ausserdem, dass zurzeit drei Männer im Alter zwischen 23 und 30 Jahren in Untersuchungshaft sitzen - alle drei seien selbst Familienväter.

Dass ein Streit derart in Gewalt umschlägt, ist ein Einzelfall. Allerdings seien gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen in Badeanstalten bei den Bademeistern «ein Riesenthema», sagt Hans-Peter Kunz, Leiter der Bademeistervereinigung Region Ost. Er höre bei Zusammenkünften von Klagen seiner Bademeisterkollegen. Schon längst sei es nicht mehr damit getan, aufs Wasser zu schauen. Bademeisterinnen und Bademeister müssen öfters schlichtend eingreifen um Schlimmeres zu verhindern.

Kurse mit Psychologen und Polizisten

Um den Umgang mit schwierigen Badegästen zu trainieren, sind Kurse mit Psychologen und der Polizei ein Teil der Ausbildung. «Unser Personal ist angehalten, deeskalierend einzugreifen», sagt die Bereichsleiterin der Zürcher Bäder, Daniela Eggs. In der Regel sei diese Strategie erfolgreich. Funktioniere es nicht, komme die Polizei auf den Platz. In den Zürcher Bädern sei das aber nur rund dreimal pro Saison der Fall. Zusätzliches Personal einzustellen oder einen Securitas patrouillieren zu lassen, ist deshalb in der Stadt kein Thema.

35 Kommentare

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  • Kommentar von Simon Herrmann, Thun
    Sicher isch es völlig krank,dürnäbe,aber die Ching ( d Opfer) si VÖLLIG SÄUBST SCHUD!! KE RESPÄKT VOREM AUTER,(Stinkfräche drohe isch me när säuber Schud,we me uf Dechu bechunt) Was hei die "Schlimme Täter" gmacht? Gfragt nachem Ring,nach dür Drohig vom Teenie chli "Tünklet" (Wo ömu nit schlimm isch,eher pinlich so fräch druf reagiere) u NÄR hets usgartet. Was wär gsi,we si Dür Ring gah hätte,oder zmindest Höflich (Respäkt) hätte "diskutiert"?
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    1. Antwort von Malte, Deutschland
      Das darf ja wohl nicht wahr sein. Kein Erwachsener hat irgendein Recht, einen viel schwächeren Jugendlichen niederzuprügeln, primitiver geht's ja wohl kaum noch. Der Junge hat sicherlich nichts gemacht, was DAS gerechtfertigt hätte.
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  • Kommentar von Jean-pierre simon Fäuste-Soziologe, Bern
    als armer Sünder nicht alleine dazustehen Ein Bumerang, wenn man just dann nicht mehr Ernst genommen wird, wenn der Fäuste Flirrende merkt, dass er tatsächlich gefehlt hat und (noch) nicht bereit ist dazu zu stehen.
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  • Kommentar von jean-pierre simon Fäuste-Soziologe, Bern
    In Situationen handgreiflicher Turbulenzen durch Leute fremder Kulturregionen, kann die dauernde Erwähnung, »es auch bei uns Renitente gibt«, zu einer Verdrängungsfloskel werden. Sie hindert uns, denen, die sich nicht genügend integrieren und in der Bewältigung von Konflikten die Fäuste flirren lassen, klipp u. klar zu sagen was Sache ist. Es ist erwiesen, dass man sich keinen guten Dienst erweist, vor anderen die eigenen Würmer aus der Nase zu ziehen, in der Hoffnung er getröstet ist,
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