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Steigende Arbeitslosigkeit Fast 200 Zürcher verloren im letzten Jahr den Job im Detailhandel

Über dem Zürcher Arbeitsmarkt ziehen dunkle Wolken auf. Im letzten Jahr ist die Arbeitslosigkeit gestiegen und lag bei durchschnittlich 3,7 Prozent. Besonders betroffen war der Detailhandel.

Eine Frau meldet sich am Schalter des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums.
Legende: Steigende Zahlen: Im letzten Jahr haben sich mehr Menschen beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV gemeldet. Keystone

Ende Dezember zählte der Kanton Zürich 31‘570 Arbeitslose. Das sind rund 900 Personen mehr als im Dezember 2015, wie die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion am Dienstag mitteilt. Die stärkste Zunahme von Arbeitslosen verzeichnete der Detailhandel, er spürt vor allem die Online-Konkurrenz. Aber auch die freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen, die Banken sowie die Informatik waren betroffen. Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich lag im letzten Jahr im Schnitt bei 3,7 Prozent.

Die Zahlen


Dezember 2016
November 2016
Dezember 2015
Arbeitslose31'57030'65130'684
Arbeitslosenquote Kanton Zürich
3,8%
3,7%3,7%
Arbeitslosenquote Schweiz
3,5%3,3%3,5%

Viele sind über ein Jahr ohne Arbeitsstelle

Überdurchschnittlich stark ist die Zunahme der Arbeitslosigkeit bei Frauen – über das gesamte letzte Jahr stieg sie um 6 Prozent. Bei den Männern lag die Zunahme nur bei einem Prozent. Auffallend in der Zürcher Arbeitslosenstatistik ist zudem, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen stark gestiegen ist. Von Langzeitarbeitslosen spricht man, wenn jemand mehr als ein Jahr nicht mehr gearbeitet hat.

Mehr Bauarbeiter ohne Job

Im Dezember des letzten Jahres verloren vor allem viele Arbeiter im Baugewerbe ihre Anstellung. Gemäss Mitteilung zählte der Kanton Zürich in dieser Branche über 500 Arbeitslose mehr als im Vormonat. Für die Zunahme seien vor allem saisonale Effekte verantwortlich. Ohne diese saisonalen Einflüsse zeige sich im Dezember eine Abnahme der Arbeitslosigkeit um rund 200 Personen.

Generell ist die Arbeitslosenquote im Dezember um 0,1 Prozent auf 3,8 Prozent gestiegen und liegt damit weiterhin über dem schweizweiten Durchschnitt von 3,5 Prozent. Neben der starken Zunahme der Arbeitslosigkeit im Baugewerbe haben auch steigende Zahlen im Informatik- und Bankensektor dazu beigetragen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Es ist eine gute Nachricht, dass die rasante und grossflächige Ueberbauungs-Euphorie etwas gebremst wird. Zudem brauchen wir auch weniger Ausländer (die angeblich auf den gefährlichen Baustellen "die Drecksarbeit" machen!). Ja, auf den ersten Blick "2 Fliegen auf einen Schlag"! Dem ist seit dem Verschwinden der Saison-Arbeitsstellen (Saisoniers) leider nicht so! Jeder Migrant bleibt da und wird sofort Kunde beim RAV (ALV), ob er nun 1 oder 30 Jahre lange Beiträge bezahlt hat oder nicht!
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Eine der Folgen, welche der Einkaufstourismus im Ausland mit sich zieht. Es wird noch viel schlimmer kommen. Bezahlen tun dann alle über höhere Kosten bei den Sozialausgaben, die Steuern werden erhöht und die gleichen Leute, welche billig im Ausland eingekauft haben, werden am meisten jammern.
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  • Kommentar von Edi Steinlin (stoni)
    Nur weiter so, ein hoch auf den freien Personenverkehr und die erpresserische EU.
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