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Zürich Schaffhausen Ferienstreit: Zürcher Hortnerinnen unterliegen vor Bundesgericht

Die Stadt Zürich darf die Ferien der Hortleiterinnen ohne Lohnerhöhung kürzen. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde der Stadt gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichtes gutgeheissen. Damit müssen die Leiterinnen künftig mehr arbeiten ohne mehr zu verdienen.

Eine Betreuerin und ein Kind am Mittagstisch in einem Hort der Stadt Zürich
Legende: Arbeiten im Hort ohne Pause rechtfertigt für das Bundesgericht keinen Anspruch auf mehr Ferien. Keystone

Nach alter Regelung hatten die Hortleiterinnen in der Stadt Zürich Anspruch auf fünf bis acht Wochen Ferien. Die Stadt wollte diesen Ferienanspruch im Juli 2013 auf das stadtübliche Mass kürzen. Dagegen wehrten sich die Hortleiterinnen mit Hilfe der Gewerkschaft vpod durch alle Instanzen – mit wechselndem Erfolg.

Nein – Jein – Nein

Die Hortleiterinnen und der vpod fanden, das Hortpersonal arbeite praktisch ohne Pause und zu einem tiefen Lohn. Deshalb hätten sie mehr Ferien verdient als das übrige städtische Personal. Beim Bezirksrat blitzten sie mit ihrer Beschwerde noch ab. Das Verwaltungsgericht lehnte den höheren Ferienanspruch zwar auch ab. Es verlangte aber, dass die Stadt die Ferienkürzung mit mehr Lohn ausgleicht.

Dieses Urteil zog die Stadt ans Bundesgericht weiter – mit Erfolg. Sie darf den Ferienanspruch der Hortleiterinnen auf vier bis sechs Wochen kürzen, ohne ihnen mehr Lohn zu bezahlen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Es ist schlicht eine Frechheit, bei diesen immer noch feudalen Anstellungsbedingungen den Arbeitgeber zu verklagen. Kein Arbeitnehmer in der Privatindustrie würde selbst bei nur halb so guten Konditionen sich anmassen gegen den Arbeitgeber gerichtlich vorzugehen. Ich habe den Eindruck, dass sich Frauen heute einen Sport daraus machen, gegen alles zu klagen. Sie klagen gegen die (öffentlichen) Arbeitgeber, vermeintliche Diskriminierungen, gegen ihre Ehemänner, etc. Quo Vadis, liebe Frauen?
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    1. Antwort von Edi Steinlin (rosi)
      Ich stimme Ihnen zu Hr. Dupont und der VPOD hilft ihnen dabei noch (typisch). Was sollen dann die vielen Nachtdienstleistenden, Sanität, Spital und Polizei dazu sagen ? Dass sich gewisse Frauen heute einen Sport daraus machen, zu klagen kommt mir auch so vor und zwar vor allem in Berufen die gut bis sehr gut bezahlt sind und oft sehr viel Ferien haben. (Kindergärtnerinnen, Handarbeitslehrerinnen, Hortnerinnen, usw.) Interessant wäre ein Vergleich mit einer Filialleiterin im Coop oder Migros ?
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