FIFA-Museum in Zürich: Wo die Fussball-Welt zuhause ist

Was mit einem braunen Lederball und einem Tor aus Holzpfosten begonnen hat, hat sich zu einer Sportart entwickelt, die die ganze Welt verbindet. Das neue Weltfussball-Museum erzählt diese Geschichte. Der Verband selber, die FIFA, hält sich dabei im Hintergrund.

24 Franken kostet der reguläre Eintritt ins neue FIFA-Museum in Zürich-Enge. Dafür tauchen die Besucherinnen und Besucher in die Welt des Fussballs ein. Eine Schallkulisse aus einem vollen Stadion lässt den Puls gleich zu Beginn höher schlagen. Filmsequenzen von hochkarätigen Partien werden gezeigt, genauso wie solche auf besserem Ackerland, auf den Shetland Inseln etwa.

Universell und uniform

Dann erfüllt eine Arena aus 209 zusammengefalteten Fussball-Leibchen den Ausstellungsraum. «Das zeigt die Universalität des Spiels, aber auch die Uniformität des Fussballs», sagt Museumsdirektor Stefan Jost. Der Fussball und seine Geschichte stehen klar im Zentrum des Museums, das am kommenden Sonntag seine Tore öffnet. Der Weltfussballverband FIFA, der das Museum ermöglichte und betreibt, wird in der Ausstellung nicht zelebriert.

Das Publikum soll auf Entdeckungsreise gehen und auch etwas zum Anfassen haben. So kann man etwa auf Sitzen von diversen Stadien aus aller Welt Platz nehmen – nur der älteste Sitz aus dem legendären Wembley-Stadion bleibt hinter einer Glaswand. Und natürlich dürfen auch die Pokale nicht fehlen, betont Stefan Jost: «Die Original-WM-Trophäen der Frauen und der Männer werden hier im Museum sein.»

Das Museum als eines von mehreren Attraktionen

Die FIFA hat insgesamt 140 Millionen Franken in den Umbau des «Haus zur Enge» investiert, 30 Millionen davon in das Museum. Daneben wurden auch ein Bistro, eine Sportsbar oder auch eine Bibliothek mit über 4000 Büchern rund um das Thema Fussball eingerichtet. Diese sind öffentlich und ohne Museumseintritt zugänglich.

(simd; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)