Flugverkehr entzweit Grüne und Stadt Zürich

Die Stadt Zürich soll mehr machen gegen den Flugverkehr. Das fordert der Grüne Stadtparlamentarier Markus Knauss. Der Grund: Der Flugverkehr gefährde die Klimaziele. Zürich mache schon genug, sagt hingegen die Stadt selbst. Eine neue Kampagne sei nicht nötig.

Ein Flugzeug, davor ein roter Helikopter

Bildlegende: Wieviel Flugverkehr darf sein? Darüber streiten die Stadt und die Grünen. Keystone

Die Stadt Zürich hat ehrgeizige Klimaziele. Bis im Jahr 2050 will sie den Ausstoss von CO2 massiv reduzieren, von heute 4,7 Tonnen pro Einwohner und Jahr auf 1 Tonne. Nun warnt der Grüne Stadtparlamentarier Markus Knauss: «Der Flugverkehr macht einen grossen Teil des CO2-Ausstosses aus. Wenn wir hier nicht ansetzen, wird das Erreichen des Klima-Ziels illusorisch.»

Und Markus Knauss kritisiert die Stadt – jene Stadt, mit der er sonst in der Verkehrspolitik so erfolgreich zusammenarbeitet: «Dem Stadtrat und der Verwaltung fehlt das Bewusstsein, dass man beim Fliegen ansetzen muss.»

Die Stadt müsse sich dafür einsetzen, dass die Zürcherinnen und Zürcher weniger fliegen – etwa mit einer Kampagne.

Die Stadt Zürich winkt ab

«Es gibt keine Kampagne», stellt Nat Bächtold, Sprecher von Stadtpräsidentin Corine Mauch, klar. «Dass Fliegen der Umwelt schadet, weiss heute jeder.» Stadtpräsidentin Corine Mauch setze sich im Verwaltungsrat des Flughafens Zürich dafür ein, dass dieser seine CO2-Bilanz verbessert. «Der Flughafen hat seinen CO2-Ausstoss um 40 Prozent reduziert.» Auf den grösseren Teil, nämlich die Flugbewegungen, habe die Stadt jedoch kaum Einfluss. «Da ist jeder Zürcher und jede Zürcherin gefragt.»