Förderung von günstigem Wohnraum muss weniger kosten

Der Zürcher Regierungsrat lehnt die Initiative «Bezahlbar wohnen» ab. Sie gehe zu weit und sei zu teuer. Mit einem Gegenvorschlag will der Regierungsrat jedoch die Grundlagen schaffen, dass die Gemeinden günstigen Wohnraum fördern können.

Das Bild zeigt einen Rohbau eines grossen Hauses mit Baugerüst, davor steht ein Baum.

Bildlegende: Die Gemeinden sollen durch erhöhte Ausnützung in Gestaltungsplänen günstigen Wohnraum fördern. Keystone

Die Initative der Genossenschaften verlangt, dass der Kanton einen Fonds mit 50 Millionen Franken einrichtet. Dieser Fonds soll Genossenschaften oder Privatpersonen mit geringem Einkommen und Vermögen zur Verfügung stehen, damit sie günstig Land, Liegenschaften oder Wohnungen kaufen können.

Das könne sich der Kanton nicht leisten, sagt der Zürcher Volkswirtschaftsdirekter Ernst Stocker. Eine halbe Milliarde Franken bedeute eine starke Belastung des Staatshaushaltes. Ganz vom Tisch wischen will die Zürcher Regierung die Förderung von günstigem Wohnraum aber nicht.

Grundlagen zur Wohnraumförderung für die Gemeinden

Der Zürcher Regierungsrat lehnt die Genossenschaftsinitiative ab, präsentiert einen Gegenvorschlag. Der Regierungsrat möchte den Gemeinden die Möglichkeit bieten, günstigen Wohnraum zu fördern. Sie sollen den Raum besser ausnützen und mehr verdichtet bauen können. Der Bau von mehr Wohnungen würde damit ohne zusätzliche Belastung des Kantonshaushaltes möglich sein. Die Initianten sind enttäuscht vom Gegenvorschlag, vor allem deshalb, weil der Regierungsrat keinen Fonds vorsieht.