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Fragen stellen erwünscht Grosses Bedürfnis nach unabhängiger Beratung im «Café Med»

Seit vier Monaten existiert das «Café Med». Pensionierte Ärzte beraten gratis verunsicherte Patienten. Das funktioniert.

Ein Arzt im weissen Kittel hält ein Medikament in den Händen und gestikuliert. Er sitzt an einem Tisch.
Legende: Den Arzt verstehen ist nicht einfach: Fragen über Fragen nach dem Arztbesuch. Keystone

Sie ist eine von dreissig Patientinnen und Patienten, die an diesem Nachmittag das «Café Med» aufsuchen. Und sich von einer unabhängigen Ärztin beraten lassen wollen. Die Patientin hat Brustkrebs. Als sie die Diagnose erhielt, sei sie dermassen durcheinander gewesen, dass sie dem Arzt gar nicht mehr richtig habe zuhören können, erzählt die Patientin Frieda von Castelberg, ehemalige Leiterin der Frauenklinik am Stadtspital Triemli. Und jetzt weiss sie nicht, ob sie ihre Brustwarze entfernen lassen soll, oder nicht.

Im Gespräch findet die Ärztin heraus: Die Patientin hat vor allem Angst vor der Narkose, oder vor einer Demenz nach der Narkose. Noch nie sei eine Patientin nicht erwacht, beruhigt die pensionierte Ärztin die Patientin.

Gehen Sie zurück zum Arzt...

Und sie empfiehlt der Patientin die Operation zu machen. Sich zuvor aber beim Narkosearzt ganz genau zu informieren.

.. und stellen Sie Fragen

Es passiere häufig, dass die Ärzte an den Patienten vorbei redeten, dass sie sich zu wenig Zeit nehmen würden für das Gespräch, erzählt Christian Hess, pensionierter Chefarzt und Mitbegründer des «Café Med». Darum müssten die Patienten im Beratungsgespräch ganz genau nachfragen: Was bedeutet diese Operation für mich? Was bedeutet es, wenn ich sie nicht mache? Wie viele Patienten von 100 profitieren von einer solchen Operation effektiv - eine, drei oder zwanzig?
Denn es sei schon so, es gebe tatsächlich Eingriffe, die unnötig seien. Und das führe zu einem Vertrauensschwund bei den Patientinnen und Patienten.

Das «Café Med» ist zweimal im Monat geöffnet und wurde vor vier Monaten von pensionierten Ärzten ins Leben gerufen.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Würden die "Herrschaften in Weiss" und deren habgierigen, skrupellosen "Mäzene" der Pharma-Lobby, sich nicht dermassen für lukrative Angstmacherei im "Gesundheits-Un-Wesen" einsetzen, gäbe es weniger Menschen, welche aus purer Angst vor irgendwelchen "Symptomen/Krankheiten" zu Hausarzt/Notfall laufen würden!! An die Menschen: mehr auf den eigenen Körper hören und achten = Selbstverantwortung übernehmen!!
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