Frauenförderung beim «Tages-Anzeiger»

Beim «Tages-Anzeiger» gilt bis auf weiteres «Ladies first»: Die Zeitung will ihren Frauenanteil in der Redaktion erhöhen. Mitarbeiter sollen deswegen aber nicht entlassen werden.

Die Redaktion des «Tages-Anzeiger» soll weiblicher werden.

Bildlegende: Die Redaktion des «Tages-Anzeiger» soll weiblicher werden. Keystone

Aktuell liegt der Anteil Frauen unter den Angestellten bei 22 Prozent. Bis ins Jahr 2016 soll dieser Anteil auf 30 Prozent steigen. Erreichen will dies die Chefredaktion, indem bei gleichwertigen Kandidaturen Frauen bevorzugt werden. Entscheiden sich die Chefredaktoren für einen Mann, kann die neu gegründete Frauendelegation Gründe für den Entscheid verlangen und eine Gegenkandidatin vorschlagen. Die Frauendelegation des «Tages-Anzeigers» ist seit April aktiv.

An vorderster Front setzt sich die Journalistin Simone Meier für die Frauenquote ein. «Bei uns Frauen in der Redaktion hat es schon länger rumort. Wir stellten fest, dass seit einer Weile fast alle Neuanstellungen an Männer vergeben wurden. Darum entschlossen wir uns, aktiv zu werden.» Meier und weitere Angestellte wurden bei der Chefredaktion vorstellig und rannten - zu ihrer Überraschung - offene Türen ein. Gemeinsam wurde eine Deklaration ausgearbeitet, die nun in Kraft ist.