Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Freispruch für die «Weltwoche» auf der Bühne

Urteil am Zürcher Theater Neumarkt: In der inszenierten Gerichtsshow «Die Zürcher Prozesse» ist die «Weltwoche» vom Vorwurf der Panikmache, der Diffamierung und der Diskriminierung freigesprochen worden.

Richter haut mit Hammer auf Tisch, daneben liegt eine Ausgabe der Zeitschrift «Die Weltwoche».
Legende: Nicht schuldig: Ein Theatergericht hat die «Weltwoche» in allen Anklagepunkten freigesprochen. SRF/Cécilia Bozzoli

Ein grosser Teil des Publikums im Zürcher Theater Neumarkt hatte offensichtlich etwas Anderes erwartet. Die Sprecherin der Geschworenen im Theaterprojekt «Zürcher Prozesse» begründete das deutliche 6:1-Urteil im Fussballjargon. Der Ball habe die Linie zwar erreicht, aber nicht überschritten, sagte sie.

Der Leser müsse sich der Position der «Weltwoche» natürlich bewusst sein, aber strafbar gemacht habe sich das Blatt wegen seiner Art zu arbeiten nicht. Ein anderer Geschworener bezeichnete «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel zwar als «Brunnenvergifter», aber das reiche nicht für einen Schuldspruch.

Islamkritische Artikel

Wie während des fast 15 Stunden dauernden Prozesses offensichtlich wurde, wünschten sich viele Zuschauerinnen und Zuschauer ein anderes Ergebnis. Die Unmutsbekundungen, wenn ein «Weltwoche»-Mitarbeiter oder ein SVP-Vertreter aussagten, waren unüberhörbar. Spontanen Applaus gab es jeweils nur für die Ankläger und jene Experten, welche die «Weltwoche» und deren Verleger Roger Köppel am liebsten geteert und gefedert gesehen hätten. Mehrmals musste die Richterin mit ihrem Hämmerchen für Ruhe im Saal sorgen.

Diskutiert wurden seit Freitag verschiedene umstrittene Texte und Bilder, die in der «Weltwoche» erschienen waren, darunter mehrere islamkritische Artikel und das Titelblatt mit dem Roma-Jungen. Die Anklagepunkte lauteten «Schreckung der Bevölkerung», «Verstoss gegen das Antirassismusgesetz» und «Gefährdung der verfassungsmässigen Ordnung.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Diskutiert wird über umstrittene Bilder und Schreckung der Bevölkerung. Frage und wenn gewisse Menschen die sie glauben, erschrecken zu können, eben ein anderes Realitätsbild sehen, weil sie vielleicht dies anders sehen. Frage wie erschreckt und hetzt man Menschen auf mit Bilder der Politiker, die vielleicht auch unangenehm für die einen sind? Also ich weiss nicht was dieses ganze Theater eigentlich bewirken soll. Hetzerei oder Friedensstiftung? Unglaublich und dies in einem Demokratischen Land.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Frage mich ja schon , was soll das ganze Theater? Aufhetzung gegen eine Zeitung die nicht im Sinne der andern Medien schreibt. Wieso macht man nicht vom BLICK, NZZ oder welcher Zeitung auch immer ein Theaterst.. Also irgenwie finde ich es bemühend dieses ganze Vorgehen der Quasi Kulturschaffenden peinlich! Wie ist doch das zu verstehen, wer war im Bublikum sicher nicht diejenigen die, die Weltwoche unterstützen, sondern vielliecht die dagegen sind bravo. So säht man Hetzerei statt Frieden !!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen