Fünf Barrieren sollen die Glattalbahn sicherer machen

Bislang wollten die Verantwortlichen der Glattalbahn nichts von zusätzlichen Barrieren wissen. Weil die Unfallserie aber trotz anderer Massnahmen nicht abriss, kommen sie jetzt auf diesen Entscheid zurück und bauen an fünf besonders gefährlichen Kreuzungen Barrieren.

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Barrieren sollen die Glattalbahn sicherer machen

2:38 min, aus Schweiz aktuell vom 8.7.2014

Die im letzten Jahr umgesetzten Sofortmassnahmen haben nicht die erwünschte Wirkung erzielt, wie es am Dienstag an einer Medienkonferenz hiess. Seit der Inbetriebnahme der Glattalbahn Ende 2006 erfasste die Kantonspolizei 43 Unfälle: Eine Person wurde getötet, zwölf Personen wurden schwer und 30 leicht verletzt.

Laut Marc Neracher von der Kantonspolizei Zürich sind praktisch alle Unfälle auf Missachtung von Signalen oder Verkehrsregeln zurückzuführen. Die im vergangenen Sommer umgesetzten Sofortmassnahmen - darunter eine besser sichtbare Tram-Front sowie die Kennzeichnung gefährlicher Bahnübergänge mit grüner Farbe - erzielten nicht den gewünschten Effekt, wie Matthias Keller, Direktor der Verkehrsbetriebe Glattal (VBG), sagte.

Kreuzungen in Opfikon-Glattbrugg, Wallisellen und Dübendorf

So habe es bei den Verkehrsteilnehmenden nur unwesentliche Verhaltensänderungen gegeben. Aus diesem Grund haben das Amt für Verkehr und Tiefbauamt des Kantons Zürich, die Kantonspolizei sowie die VBG beschlossen, an den fünf am stärksten betroffenen Kreuzungen zusätzlich zu den bestehenden Lichtsignalanlagen Barrieren zu erstellen. Diese Kreuzungen befinden sich in Opfikon-Glattbrugg, Wallisellen und Dübendorf.