Für einmal nicht Flüchtling sein, sondern Tourist

Damit auch Flüchtlingskinder Ferienerlebnisse haben, organisiert die reformierte Kirche Zürich zum ersten Mal ein Ferienlager für Flüchtlingsfamilien. Ein Besuch bei den 15 Familien in der Jugendherberge am Hallwilersee.

Bootsfahrten, Fussballspiele, singen, baden oder Besuche in den Schlössern Hallwyl und Lenzburg: Das Flüchtlings-Ferienlager am Hallwilersee bietet den teilnehmenden Familien aus Afghanistan, Syrien oder Äthiopien ein volles Programm. Für ihn seien es richtige Ferien, sagt ein äthiopischer Familienvater aus Schlieren lachend: «Ich habe meine drei Kinder seit Beginn des Lagers fast nicht mehr gesehen, die haben soviel zu tun!»

Den ganzen Tag Fussball spielen

Für die Lagerteilnehmer sei es wichtig, mal nicht Flüchtling zu sein, sondern Tourist, sagt Gabriela Bregenzer, die das Ferienlager für die reformierte Kirche Zürich organisiert: «Und die Kinder sollen ein paar unbeschwerte Tage haben.»

Das haben die Kinder tatsächlich: «Ich spiele fast den ganzen Tag Fussball», schwärmt einer der Buben, und eines der Mädchen fügt an: «Heute ist der beste Ferientag, den ich je hatte!»