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Tag der Arbeit Für soziale Sicherheit und gegen den neuen Faschismus

Junge Frauen halten ein Transparent mit der Aufschrift "Selbstliebe, die radikalste Form von Antikapitalismus"
Legende: An der Kundgebung in Zürich beteiligen sich auch viele junge Leute. SRF

Punkt 10:30 Uhr setzte sich der Demonstrationszug am Helvetiaplatz in Zürich in Bewegung. Dort hatten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer seit 10 Uhr für die Kundgebung besammelt. Rund 12'000 waren es, die nach Angaben der Organisatoren dem kalten und trüben Wetter trotzten und für ihre Anliegen auf die Strasse gingen.

Angeführt wurde der Zug vom Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ). Unter dem Motto «Gesundheit vor Profit» machten die Gewerkschaften Stimmung gegen die geplante Umwandlung des Kantonsspitals Winterthur und der Integrierten Psychiatrie Winterthur in eine Aktiengesellschaft. Die Zürcher Stimmberechtigten stimmen am 21. Mai über diese Vorlage ab. Das 1. Mai-Komitee rief auf Transparenten zum Kampf gegen den Faschismus auf.

Die Kundgebung führte via Gessnerbrücke, Bahnhofstrasse und Limmatquai zum Sechseläutenplatz, wo die Schlusskundgebung stattfand. Hauptredner des Gewerkschaftsbundes war der Waadtländer SP-Staatsrat Pierre-Yves Maillard. Er appellierte an die Genossinnen und Genossen, die Gesundheitspolitik und die Krankenversicherung zu einer Priorität ihrer Politik zu machen.

Der Demonstrationszug in Zürich wurde von einem Grossaufgebot der Stadt- und der Kantonspolizei begleitet. Entlang der Umzugsroute kam es zu mehreren Farbanschlägen und Sprayereien. Der entstandene Sachschaden könne derzeit noch nicht beziffert werden, heisst es in einer Mitteilung der Stadtpolizei Zürich. Einzelne Personen wurden verhaftet. In einer ersten Bilanz sprach die Stadtpolizei aber von einem «ausserordentlich ruhigen 1. Mai».

Auch in Winterthur gingen die Menschen für ihre Anliegen auf die Strasse. Grosses Thema dort war ebenfalls die geplante Umwandlung des Kantonsspitals in eine Aktiengesellschaft. Gastredner in Winterthur war der Slampoet und St. Galler SP-Politiker Etrit Hasler.

In Schaffhausen nahmen etwa 600 Menschen an der traditionellen Kundgebung zum Tag der Arbeit teil. Dort dominierten die traditionellen Themen der Linken, wie faire Löhne, die Gleichstellung der Geschlechter und sichere Renten.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin (stoni)
    Man demonstriert gegen einen angeblich neuen Faschismus, verschmiert dabei noch eine Liegenschaft der UBS und das Rathaus, man will den Kapitalismus abschaffen usw. Ueber die wirklichen Probleme der Geringverdienenden kein Wort, die hohen Mieten, Krankenkassenprämien. Da werden Kinder instrumentalisiert mit zu marschieren, blödsinnige Plakate zu tragen, nur weiter so. Wie viele der ca. fünfhundert Randalierer, vermummten Sachbeschädiger zahlen Steuern und nehmen ihr Pflichten als Bürger ernst ?
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Keiner der Vandalen zahlt jetzt und auch später Steuern und trägt etwas zu unserem gesellschaftlichen Zusammenleben bei, Herr Steinlin! Diese Chaoten wissen gar nicht, was Politik ist und erkennen nicht einmal, was sie eigentlich mit diesem Vandalismus anrichten wollen! Trotzdem gibt es Künstler, linke Politiker und deren Wasserträger, die solches Tun noch goutieren oder mindestens nicht zu 100% verurteilen!
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Ausser den ewig gleichen unbeholfenen Durchhalteparolen fällt den Spitzenfunktionären auf ihrer jährlichen 1. Mai-Veranstaltung schon lange nichts mehr Originelles ein; gleichzeitig lächerlich und traurig diese Sozialdemokratie. Der 1. Mai, der Tag an dem der Konkursfall "Sozialismus" wieder einmal freiwillig in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wird...
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Für die linksextremen Splitter-Vereinigungen, wird der 1. Mai immer als gute Gelegenheit benützt, gegen heimattreue und werteorientierte Menschen auf Spruchbänder zu "schimpfen"! Menschen, die nicht völlig eine Einheitsmensch-Ideologie vertreten und keine Glabalisierungs-Fans sind, sind also auf den 1. Mai-Spruchbänder alles "Faschisten"! Keiner der vermummten Linksextremisten weis eigentlich, was ein Faschist war und ist! Hauptsache man kann mit diesem "Schimpfwort" einseitiger Hass verbreiten!
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