«Für Winterthur ist heute ein Freudentag»

Auf dem ehemaligen Sulzer-Areal kann gebaut werden. Geplant ist ein Quartier mit Wohnungen, Arbeitsplätzen und Räumen für die Fachhochschule ZHAW. Möglich sind auch Hochhäuser. Anwohner hatten dagegen das Referendum ergriffen - vergeblich. Bauvorsteher Josef Lisibach ist erleichtert.

Die Winterthurer Stimmberechtigten haben den Gestaltungsplan mit knapp 64 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei gut 42 Prozent.

Freude im Stadtrat

Der Gestaltungsplan für das «Werk 1» war stark umstritten. Dass die Vorlage nun so klar angenommen wurde, ist für Bauvorsteher Josef Lisibach eine enorme Erleichterung. «Für Winterthur ist heute ein Freudentag.» Nun könne das letzte Puzzle-Stück auf dem Sulzer-Areal eingepasst werden.

«  Das ist für den Stadtrat eine der wichtigsten Vorlagen in dieser Legislatur »

Josef Lisibach (SVP
Bauvorsteher in Winterthur

Studentenwohnungen und Fachhochschule

Konkret kann auf dem Areal nun die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) ihren Hauptsitz einnehmen. Der Gestaltungsplan sieht eine Mischnutzung aus Wohnen, Gewerbe, Bildung und Freizeit vor. Auf mindestens 30 Prozent der Wohnflächen müssen gemeinnützigen Wohnungen oder Studentenwohnungen erstellt werden.

Weiter sind Hörsäle und Sportanlagen geplant. Das Land ist rund 60'000 Quadratmeter gross, das entspricht etwa 6 Fussballfeldern.

Umstrittenes Hochhaus

Projektbild Neuüberbauung Werk 1, Hochhaus

Bildlegende: Projektbild Neuüberbauung Werk 1, Hochhaus zvg

Möglich ist auch der Bau von drei Hochhäusern, eines dürfte bis zu 100 Meter hoch werden. Dieser Teil des Gestaltungsplans sorgte im Vorfeld für besonders viel Widerstand. Josef Lisibach versteht die Bedenken, erinnert jedoch daran, dass es diese Diskussionen schon immer gegeben habe: «Waren die Hochhäuser dann gebaut, brüstete sich ganz Winterthur damit.»

Ein Drittel stimmte dagegen

Die Gegner der Vorlage sprechen von einem Achtungserfolg. «Alle Parteien und Verbände waren dafür», gibt Dölf Fankhauser vom Referendumskomitee zu bedenken. «Es ist deshalb für uns ein gutes Ergebnis.»

Als nächstes muss der Kanton seine Zustimmung zum Projekt geben. Josef Lisibach rechent damit, dass dies in zwei bis drei Monaten der Fall sein wird. Danach wird das Projekt öffentlich aufgelegt.