Fussballtraining statt Theaterprobe: Goal Mania im Schiffbau

Darf man das überhaupt? Die geistig behinderten Schauspieler des Theaters HORA und Mitglieder des Zürcher Schauspielhauses in einem inszenierten Fussballspiel aufeinandertreffen lassen? In Goal Mania geschieht genau das. Das Resultat: Fussball, Theater und Vergnügen.

Zwei Schauspieler in Fussball-Leibchen und einem Ball bei einer Probe zum Stück Goal Mania

Bildlegende: Sie sind bereit! Die Schauspieler des Teams HORA und des Teams Schauspielhaus. ZVG Elvira Isenring

«Immer diese Frage: Dürfen wir gegen das Schauspielhaus spielen und erst noch Spass haben dabei?» HORA-Gründer Michael Elber ist sich die Frage mittlerweile gewohnt. Als er das Theater vor 20 Jahren aufgebaut hat, fanden viele noch, dass Behinderte ganz generell nicht auf die Bühne gehörten, stellt Elber fest.

Die Schauspieler der beiden Teams sind bereit für ihren Auftritt in Goal Mania am kommenden Samstag im Schiffbau. In der Probe, das mehr einem Training glich, zeigte sich das Team HORA jedenfalls siegessicher. Julia Reichert vom Team Schauspielhaus ist etwas vorsichtiger: «Unser Team weist ein breites Spektrum auf von sehr fitten Leuten und solchen, die sich an den Fussball erst noch herantasten müssen.»

Fussballspiel und mehr

Goal Mania ist aber genauso viel Show wie Fussball. Neben verschiedenen Einlagen gibt es auch ein Expertengespräch mit FCZ-Präsident Ancillo Canepa in der Halbzeit oder ein Wettbüro vor Anpfiff.