«Gateway» unerwünscht: Rekurse gegen SBB-Containerverladestation

Im Limmattal wehren sich drei Gemeinden gegen den von der SBB geplanten Rangierbahnhof für Container. Sie verlangen, dass «Gateway» redimensioniert wird.

Links im Hintergrund der Rangierbahnhof, rechts im Vordergrund Gemeindepräsident Otto Müller mit schwarzer Brille.

Bildlegende: Der Dietiker Gemeindepräsident Otto Müller wehrt sich gegen Lärm, Licht und zusätzlichen Verkehr. SRF

«Umsteigebahnhof für Container» - so nennt die SBB das geplante Container-Terminal am Rangierbahnhof Limmattal.

Vier Geleise und eine Strasse breit soll der «Gateway» werden. Drei grosse Kräne sollen Container von einem Zug auf den anderen oder von Zügen auf Lastwagen heben. So könnten mehr Güter per Schiene transportiert werden statt auf der Strasse, sagt die SBB.

Widerstand in den Nachbargemeinden

Seit Ende Januar liegt das Projekt öffentlich auf. Und drei Gemeinden in der unmittelbaren Umgebung wollen sich dagegen wehren. Dietikon, Oetwil an der Limmat und Geroldswil haben Rekurse angekündigt oder bereits eingereicht.

Denn für die Gemeinden rund um den Rangierbahnhof bedeutet der neue Gateway mehr Lärm und mehr Verkehr. 90 Lastwagen sollen laut SBB täglich zum Terminal fahren. «Im Projekt gibt es keinen Lärmschutz, kein Schutz vor Lichtemission und die Strasse führt mitten durch ein neues Quartier», kritisiert der Dietiker Stadtpräsident Otto Müller.

Die SBB ist nicht erstaunt über die Einsprachen. «Wir wissen, dass die Anwohner dem Projekt kritisch gegenüberstehen», sagt Gateway-Projektleiter Beat Lampart. «Wir sind aber überzeugt, dass wir im Gespräch Lösungen finden.» Die Gemeindepräsidenten signalisieren Gesprächsbereitschaft. Allerdings nur, wenn die SBB ihnen einen grossen Schritt entgegenkäme, sagen sie.

Facts zum «Gateway»

Das Modell der SBB mit Kran, Geleisen und Werkgebäude.

Der «Gateway» im Modell zvg

Vier Geleise, eine Strasse, drei Kräne. Kosten: 160 Millionen Franken. Geplante Inbetriebnahme: 2018.