Gefährden Temporär-Angestellte die Sicherheit im Spital?

Den Zürcher Spitälern fehlt es an gut qualifiziertem Personal. In den Operationssälen kommen deshalb vermehrt Temporärangestellte zum Einsatz. Patientenschützer warnen. Die Spitäler widersprechen: Sicherheitsprobleme gäbe es nicht. Dafür zusätzliche Kosten.

Operierende in einem Spital

Bildlegende: «Wer sind Sie?»: Immer häufiger treffen sich Ärzte und andere Mitarbeiter während einer Operation zum ersten Mal. Keystone

Zurzeit mangelt es vor allem an sogenannten Operationstechnikern oder Operationstechnikerinnen. Sie müssen den Ärzten während einer Operation jeweils die Instrumente bereitstellen und betreuen die Patienten. «Es kann passieren, dass jemand an einer Operation mitwirkt, den ich noch nie zuvor gesehen habe», erzählt Peter Sandera, Chirurg am Spital Männedorf, in der Sendung «Schweiz aktuell».

Für Patientenschützerin Margrit Leuthold eine «ungute» Entwicklung: Sie befürchtet, dass Mitarbeiter, die sich im Operationssaal nicht gut auskennen, eher Fehler unterlaufen. Das bestreitet Christian Schär, Präsident des Verbandes der Zürcher Krankenhäuser. «Die Sicherheit ist gewährleistet», betont er. Sorgen bereiten ihm die Kosten. Temporärangestellte sind teurer und führen deshalb zu höheren Kosten.

Mehr Ausbildungsplätze

In drei Jahren sollte der Mangel an Operationstechnikern jedoch behoben sein. Im Kanton Zürich werden zurzeit doppelt so viele Studentinnen und Studenten ausgebildet wie bisher.