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Bienenpest in Schaffhausen Gefährliche Krankheit aufgetaucht

Bienen krabbeln auf einem Bienenstock rum.
Legende: Die Krankheit lässt die Bienen langsam verenden. Keystone
  • Im Kanton Schaffhausen ist ein Bienenvolk an der amerikanischen Faulbrut erkrankt.
  • Die Krankheit ist tödlich und hoch ansteckend.
  • Der Kanton Schaffhausen hat deshalb ein Sperrgebiet eingerichtet: Der Radius reicht rund zwei Kilometer rund um die Gemeinde Ramsen.

In der Schaffhauser Gemeinde Ramsen ist ein Bienenvolk von der amerikanischen Faulbrut befallen. Diese Krankheit – auch Bienenpest genannt – kann nicht geheilt werden und ist stark ansteckend. Aus diesen Gründen erklärte Kanton Schaffhausen einen Radius von zwei Kilometern rund um Ramsen zum Sperrgebiet. Die Sperrzone reicht bis in den deutschen Landkreis Konstanz hinein, der über den Ausbruch der meldepflichtigen Krankheit ebenfalls informiert wurde.

Die amerikanische Faulbrut ist nicht behandelbar und lässt Bienenvölker langsam sterben. Auf den Menschen ist sie jedoch nicht übertragbar. Auch der Verzehr des Honigs von betroffenen Bienen ist unbedenklich.

Bienenvolk sofort vernichtet

Der Bieneninspektor des Kantons Schaffhausen, Johannes Gnädinger, hat auf das Auftauchen der Krankheit bereits vor einigen Tagen reagiert. Er hat das befallene Bienenvolk getötet und alles Material vernichtet, das mit den Tieren in Berührung gekommen war.

Damit soll verhindert werden, dass sich die Bienenpest ausbreitet. «Ohne menschliches Zutun ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es zu einer Ausbreitung kommt», sagt Johannes Gnädinger dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

In der Sperrzone werden nun alle Bienen zwei Monate lang untersucht. Wenn ein Volk betroffen ist, wird es getötet. Auch ist es verboten, Bienen von ausserhalb in den Sperrbezirk zu bringen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Raphael von Büren (buerap)
    PS @Olivier Wetli: Die Amerikanische Faulbrut AFB wird in der Schweiz als "Faulbrut" bezeichnet, die Europäische Faulbrut EFB als "Sauerbrut".
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    1. Antwort von Olivier Wetli ("nicht von dieser Welt")
      Klar - Sauerbrut -, danke Hr. von Büren fürs korrigieren; ein 'Freudscher-Verschreiber'. Einen Hype in den Medien brauchts wirklich nicht. Gute ausgebildete Imker umso mehr. Unter www.geoportal.ch kann man z.Bsp. für SG und die zwei Appenzell's selber nachschauen wo was wann entdeckt wurde. Gibts für andere Kantone ev. auch.
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  • Kommentar von Raphael von Büren (buerap)
    Das Vorgehen mit Abtöten des befallenen Volkes sowie dem Einrichten eines Sperrgebiets (2 km) ist gesetzlich geregelt und wird immer so gehandhabt. Natürlich, die AFB ist eine ernstzunehmende Krankheit und ein gutes Behandlungskonzept sowie die nötigen Massnahmen (Hygiene, Import etc.) sind von grosser Wichtigkeit, aber trotzdem sollte durch diesen Artikel nicht die Angst vor dem Ausbruch einer neuen Bienen-Krankheit entstehen.
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  • Kommentar von Raphael von Büren (buerap)
    Dieser Beitrag "Gefährliche Krankheit aufgetaucht" suggeriert eine Ausnahmesituation, was nicht der Wahrheit entspricht. Die AFB (Amerikanische Faulbrut) ist wie im Audiobeitrag erwähnt eine in der Schweiz bekannte Bruterkrankung der Honigbienen. Seit 1991 wurden in der Schweiz jährlich zwischen 40 und 150 Fälle registriert, im Jahr 2016 waren es 54 AFB-Fälle (Datenbank InfoSM). (fortsetzung folgt...)
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