Gefängnisausbruch: Zürcher Justizdirektion soll Stellung nehmen

Der Ausbruch eines Häftlings aus dem Gefängnis Limmattal mit Hilfe einer Aufseherin beschäftigt die Politik. Die Geschäftsprüfungskommission des Zürcher Kantonsrates stellt Fragen und verlangt Antworten von der Justizdirektion.

Ein Gitterzaun eines Gefängnisses.

Bildlegende: Der Ausbruch aus dem Gefängnis Limmattal wirft Fragen auf. Keystone

Der Ausbruch eines Häftlings aus dem Gefängnis Limmattal mit Hilfe einer Aufseherin und derer gemeinsamen Flucht gibt nun auch in der Politik zu reden. Die Geschäftsprüfungskommission des Zürcher Kantonsrates, GPK, hat die Flucht an ihrer Sitzung vom Donnerstag thematisiert.

Die GPK verzichtet vorerst auf eine formelle Untersuchung. Sie will jedoch der Justizdirektion Fragen stellen. Im Fokus steht vor allem das Sicherheitskonzept in den Zürcher Gefängnissen: Sind die Gefängnisse genug gesichert, um solche Ausbrüche zu verhindern? Genügen zwei Aufseher für die Nacht, vor allem dann, wenn nur einer davon Wache hält?

Kein Überaktivismus, sondern mit Augenmass prüfen

Die GPK erwarte klare Antworten von der Justizdirektion, sagt Daniel Hodel, Präsident der GPK gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Wenn die Antworten der Justizdirektion ungenügend seien, wäre auch eine formelle Untersuchung eine Option.

Wichtig sei es, dass die GPK nicht in einen «Überaktivismus» verfalle, sagt Hodel weiter. Ein solcher Fall ereigne sich höchst selten, sagt er: «Zu stark dürfen wir diesen Ausbruch auch nicht gewichten.»