Geldsegen für die Kantone Zürich und Schaffhausen

Das haben die Finanzdirektorinnen von Zürich und Schaffhausen nicht zu hoffen gewagt: Sie erhalten dieses Jahr mehr Geld von der Nationalbank als erwartet. Ursula Gut hofft nun, dass mit zusätzlichen Geldern der Ausfall der Nationalbankgelder vom letzten Jahr kompensiert werden kann.

Tausender Noten in den Händen eines Bankangestellten

Bildlegende: Der unerwartete Geldsegen: Kantone bekommen nun doch Geld. Keystone

Die abtretende Zürcher Finanzdirektorin Ursula Gut war vorsichtig: Sie rechnete mit gut 58 Millionen in ihrem Budget für 2015. Doch der Kantonsrat sah es anders und verdoppelte den Betrag im Dezember auf 116 Millionen Franken. Mit soviel kann der Kanton Zürich nun auch tatsächlich rechnen.

Hoffnung auf mehr in Zürich

Ob noch weitere Gelder aus einer Zusatzausschüttung fliessen, zeige sich nach den Verhandlungen zwischen dem eidgenössischen Finanzdepartement und der Nationalbank, sagte Gut im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

2013 hatte die Nationalbank erstmals seit ihrer Gründung kein Geld an die Kantone bezahlt. Nun hofft die Zürcher Finanzdirektorin, dass diese ausgebliebenen Gelder kompensiert werden könnten.

Getrübte Freude in Schaffhausen

Der Kanton Schaffhausen rechnete für dieses Jahr mit gar keiner Ausschüttung der Nationalbankgelder, bekommt nun aber doch 6,4 Millionen Franken. «Diese Botschaft haben wir freudiger entgegen genommen als diejenige vom letzten Jahr als es gar nichts gab», sagt Finanzdirektorin Rosmarie Widmer.

Die Freude ist in Schaffhausen jedoch getrübt. Weil gleichzeitig eine bereits budgetierte Gewinnbeteiligung der Axpo von 5,8 Millionen Franken ausbleibt, resultiert unter dem Strich noch eine Verbesserung von 600'000 Franken im Budget 2015. In Schaffhausen ist deshalb auch weiterhin Sparen angesagt.