Gemeinden müssen nicht mehr Flüchtlinge aufnehmen

Die Unterbringung der Flüchtlinge im Kanton Zürich ist laut Sicherheitsdirektor Mario Fehr unter Kontrolle. Fehr lobte die Gemeinden für ihren Einsatz. Anfang Jahr erhöhte die Sicherheitsdirektion die Aufnahmequote der Gemeinden von fünf auf sieben pro 1000 Einwohner. Dabei soll es bleiben.

Foto aus der Pressekonferenz mit dem Titel: «Aktuelles Zum Asylbereich des Kantons Zürich»

Bildlegende: Wir haben das Asylwesen im Griff, signalisieren Regierungrat Mario Fehr und seine Beamte. Keystone

Auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner müssen die Gemeinden im Kanton Zürich sieben Asylsuchende aufnehmen. Das soll so bleiben, sagt Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Der Grund sei, dass der Bund jetzt weniger Asylgesuche erwarte als noch Anfang Jahr - 30'000 anstatt 40'000.

Aber nicht nur weil weniger Flüchtlinge in der Schweiz ein Asylgesuch stellten, habe sich die Lage im Kanton Zürich entspannt und bleibe die Quote stabil. Der Kanton Zürich sei auch sehr strikt, wenn es darum gehe Flüchtlinge zurückzuschicken. Dies wurde immer wieder kritisiert. Zum Beispiel im Fall der tschetschenischen Familie, die in Kilchberg von der Kirche aufgenommen wurde – sie wurde ausgeschafft.

Aber genau wegen dieser konsequenten Umsetzung funktioniere das Asylwesen im Kanton Zürich, verteidigte Fehr das Durchgreifen. Und nur so könne das Asylsystem glaubwürdig bleiben.

Gemeinden haben Aufgaben gemacht

Fehr stellte zudem fest, dass alle Gemeinden ihre Aufgaben gemacht hätten und alle Flüchtlinge aufgenommen haben, die sie aufnehmen müssen. Auch mit der Qualität der Unterkünfte sei es besser geworden, die meisten Gemeinden hätten eine oberirdische Lösung gefunden. Fakt sei, dass alle Flüchtlinge im Kanton Zürich ein Dach über dem Kopf hätten, Essen und medizinische Versorgung. Und das könnten nicht alle Länder in Europa behaupten.