Gemeinsam gegen Sozialhilfebetrug

Vier Gemeinden im Bezirk Horgen schliessen sich zusammen, um Missbrauch bei der Sozialhilfe zu verhindern. Sie müssen eine neue Lösung finden, weil die Stadt Zürich ihre Sozialdetektive nur noch innerhalb der Stadt und nicht mehr in den umliegenden Gemeinden einsetzt.

Missbrauch in der Sozialhilfe: für Privatdetektive ein heikles Terrain.

Bildlegende: Missbrauch in der Sozialhilfe: für Privatdetektive ein heikles Terrain. Colourbox

Bisher konnten die Gemeinden auf die Sozialhilfeinspektoren der Stadt Zürich zurückgreifen. Doch das Angebot ist aus finanziellen Gründen gestrichen worden. Im Bezirk Horgen sind fünf Gemeinden vom Ende der Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich betroffen. Während Thalwil auf eigene Faust agieren will, streben Langnau, Kilchberg, Horgen und Richterswil nun gemeinsam eine neue Lösung an, wie die «Zürichsee-Zeitung» berichtet .

Von der Zusammenarbeit versprechen sich die Gemeinden verschiedene Vorteile. Adrian Hauser, Gemeindeschreiber von Langnau am Albis: «Alle Gemeinden haben das gleiche Problem. Da macht es Sinn, dass wir die Kräfte bündeln.» Klar ist inzwischen, dass die Gemeinden auf ein privates Detektivbüro zurückgreifen werden. Sie wollen also nicht wie die Stadt Zürich eigene Sozialinspektoren beschäftigen.

Privatdetektei muss geeignet sein

Da es sich um einen heiklen Bereich handelt, sei die Suche nach einem geeigneten externen Privatdetektiv nicht ganz einfach. Remo Moser, Gemeinderat in Kilchberg: «Es gibt zwar viele Detektive, aber die Schwierigkeit ist, vertrauensvolle Leute zu finden.» Die Sozialvorsteher der vier Gemeinden beginnen voraussichtlich nach den Sommerferien mit der Suche nach einem passenden Detektivbüro.

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